Erst knapp am Podium vorbei, dann Bronze

Happy-End für die deutschen Skispringer: Bei der Premiere im Mixed-Wettbewerb gewann das Quartett Bronze. Tags zuvor waren Severin Freund und Richard Freitag noch knapp am Podest vorbeigeflogen.

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Umarmungen, Küsschen, erlösendes Lachen - das deutsche Skisprung-Team hat die ersehnte erste Medaille bei der WM gebührend gefeiert. Rang drei bei der Premiere des Mixed-Wettbewerbes bedeutete für Ulrike Gräßler, Carina Vogt, Richard Freitag und Severin Freund einen schönen Erfolg. Erster Mixed-Weltmeister wurde verdient das als Favorit gehandelte japanische Team, das deutsche lag nur 1,8 Punkte hinter Österreich.

"Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen, es war eine tolle Leistung von unserer Mannschaft", sagte Männer-Bundestrainer Werner Schuster erleichtert, während sein Kollege Andreas Bauer die Leistung der beiden Damen würdigte: "Wir haben positiven Drive aus unserer Einzelentscheidung mitgenommen in das Mixed-Team." Auch Carina Vogt aus Degenfeld war zufrieden: "Ich bin froh, dass ich meinen Teil erfüllt habe. Die Stimmung war toll - auch in der Umkleidekabine."

Auch am Samstag war im Einzelspringen mit den Rängen vier (Severin Freund), sechs (Richard Freitag) und neun (Andreas Wank) ein glänzender Auftritt der deutschen Herren notiert worden. Allein - es mangelte am geglückten Sprung aufs Podest. Das Zähneknirschen über die verfehlte Medaille war beträchtlich - nicht nur der Bundestrainer war angefressen: "Es ist nicht befriedigend, drei Springer unter den ersten Zehn zu haben, und dann springt keine Medaille heraus."

Beim Sieg von Anders Bardal - für den Norweger war es die erste WM-Einzelmedaille - vor Gregor Schlierenzauer und dem Slowenen Peter Prevc fehlten Freund nur 1,8 Punkte zu Bronze. "Heute fehlt mir ein Meter zum Podest. Das ist bitter", haderte der 24-Jährige (101/99 m) mit dem Schicksal. Es sei klar gewesen, dass man "einen 100-plus-x- Sprung" für eine Medaille machen müsse, "es war ein guter Sprung, aber der reicht nicht fürs Podest." Reichlich deprimiert war auch Freitag (103,5/97,5 m), der im zweiten Durchgang vom hoffnungsvollen vierten Platz noch auf Rang sechs abrutschte. "Wenn ich im zweiten Durchgang eine gescheite Landung setze, dann stehe ich drauf", ärgerte sich der 21-Jährige aus Aue. Schuster bemängelte bei seinem "Jungspund", dass der zu angespannt gewesen sei und noch nicht die nötige Balance und Ruhe habe.

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