Entspannt und locker: Maria Höfl-Riesch ist bereit für Super G

Ein deutsches Damen-Quartett geht heute zum WM-Auftakt in Schladming an den Start. Einen Rückschlag gibts bei den Herren: Die Super-Kombination wird nicht besetzt - mangels Masse und Klasse.

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"Ich bin gesund, erholt und hoffentlich bereit", meinte Maria Höfl-Riesch vor dem WM-Auftakt am Dienstag um 11 Uhr: Der Super G der Damen steht als erstes auf dem Programm des knapp zweiwöchigen Championats. DSV-Cheftrainer Tom Stauffer schickt ein Quartett an den Start: Neben Maria Höfl-Riesch dürfen noch Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg, Lena Dürr und Veronique Hronek (trotz einer Platte in der kürzlich gebrochenen Hand) ihr Glück am Schladminger WM-Hang unterhalb der Planai versuchen. Für die Damen-Abfahrt, die am kommenden Sonntag stattfinden soll, ist lediglich das Trio Höfl-Riesch/Dürr/Hronek vorgesehen, Rebensburg will sich nach dem heutigen Super G ganz auf den Riesenslalom in der kommenden Woche konzentrieren.

Maria Höfl-Riesch sieht sich nicht unter den Top-Favoriten und betont in nahezu jedem zweiten Satz, dass sie sich in der Außenseiterrolle weitaus wohler fühle. "Der Riesenslalom war in den vergangenen Wochen meine stabilste Disziplin", weicht sie vor dem Super G geschickt irgendwelchen Verdächtigungen aus, sie könnte das Podium im Visier haben. Im Gegenteil, die 28-Jährige setzt eins drauf: Sie habe zuletzt in den österreichischen Medien gelesen, "der Druck auf den Gastgeber ist schon immens, der da ausgeübt wird".

Die Österreicher sind nicht zu beneiden: Einer Anna Fenninger werden ganz frech vier Medaillen zugetraut, etwas anderes als Slalom-Gold für Marcel Hirscher ist gar nicht möglich. "Auch deswegen können wirs entspannter, lockerer angehen", sagt Höfl-Riesch. Dass das Weltcup-Saisonfinale 2012, das ebenfalls in Schladming stattgefunden hatte, für die Bajuwarin sehr enttäuschend verlaufen war, will die Allrounderin, die als einzige deutsche Starterin für alle fünf Wettbewerbe vorgesehen ist, nicht überbewerten. "Damals im März war es mehr Sommer als Winter, das kann man nicht mit jetzt vergleichen", sagt die Doppel-Olympiasiegerin.

Neues gibt es noch aus dem Herren-Lager zu berichten. Cheftrainer Charly Waibel nominierte den Ebinger Stephan Keppler und Tobias Stechert (SC Oberstdorf) sowohl für den am Mittwoch stattfindenden Super G als auch für die Spezialabfahrt. Darüber hinaus gibt es aber auch einen "Nuller": "Die Super-Kombination werden wir unbesetzt lassen", so Waibel, "auch wenns für manche bitter erscheinen mag, aber die Kombi werden wir nicht mehr besonders fördern." Somit ist am kommenden Montag kein Deutscher am Start in der Disziplin, die von allen am geringsten geschätzt wird. "Wen kann man denn heutzutage noch als klassischen Kombi-Fahrer bezeichnen?", fragt der deutsche Chefcoach und stellt die Zukunft dieses Wettbewerbs aufgrund der Vielzahl an Spezialisten ohnehin in Frage.

Als einziger aus deutscher Sicht wäre noch Andreas Sander für einen Start denkbar gewesen, doch der Ennepetaler kuriert wieder einmal eine seiner zahlreichen Verletzungen aus.

Pro Wettbewerb werden 25.000 bis 35.000 Fans erwartet, Schladming soll das "gigantischste Skifest der Geschichte" werden. Gian-Franco Kasper, der Präsident des Ski-Weltverbandes Fis, bremste am Montag: "Für mich ist es dann eine erfolgreiche WM, wenn die Medaillen-Vergabe stimmt." Zur Verdeutlichung: Ihm wäre lieber, wenn sich mehrere Nationen den Medaillenkuchen aufteilen könnten und sich nicht nur die rot-weiß-rote Abteilung daran sättigen würde.

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