Eine Hand an der Kristallkugel

Eric Frenzel knüpft beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Lahti an seine guten WM-Auftritte an. Der Weltmeister lief als Erster ins Ziel. Der Weg zum ersten deutschen Gesamt-Triumph seit 2008 ist frei.

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Hat nach seinem fünften Saisonsieg nun im Gesamtweltcup bereits 186 Punkte Vorsprung auf den Franzosen Jason Lamy Chappuis: Eric Frenzel. Foto: dpa

Mit einem unwiderstehlichen Antritt am letzten Anstieg düpierte Eric Frenzel die chancenlose Konkurrenz, auf der Zielgerade winkte der Weltmeister dann ganz entspannt ins Publikum. Nach einer Gala-Vorstellung hat der Oberwiesenthaler beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Lahti seinen fünften Saisonsieg gefeiert und steht nun dicht vor dem erstmaligen Gewinn der Großen Kristallkugel. "Er hat die besten Karten, es sollte nichts mehr passieren. Eric hatte eine grandiose Saison und wäre der verdiente Gesamtsieger", sagte Co-Trainer Ronny Ackermann, der vor fünf Jahren als letzter deutscher Winterzweikämpfer im Gesamt-Weltcup triumphiert hatte.

Dank des Erfolges vor den Japanern Akito Watabe und Teihei Kato baute Frenzel seinen Vorsprung in der Weltcup-Gesamtwertung vor dem Franzosen Jason Lamy Chappuis, der lediglich 16. wurde, bei nur noch zwei ausstehenden Einzel-Wettbewerben am kommenden Wochenende in Oslo auf 186 Punkte aus. "Ich habe den WM-Schwung aus Italien mitgebracht. Es war ein guter Wettkampf", frohlockte der 24 Jahre alte Familienvater.

In dessen Schatten rundeten der Oberstdorfer Johannes Rydzek als Fünfter und Tino Edelmann aus Zella-Mehlis auf Rang neun das hervorragende Ergebnis der DSV-Kombinierer ab. Lediglich der WM-Dritte Björn Kircheisen musste nach dem Springen wegen einer starken Erkältung passen.

Nach einem Sprung auf 124,5 Meter war Frenzel als Vierter mit nur neun Sekunden Rückstand auf den Norweger Haavard Klemetsen in die Loipe gegangen. Dort lief er zügig nach vorne und kontrollierte das Rennen nach Belieben. In der Schlussphase konnte der Sachse die meisten Kraftreserven mobilisieren und zog etwa 1,2 km vor dem Ziel die entscheidende Attacke an. "Ich hatte Weltklasse-Material, das war heute die Grundlage. Die Jungs haben sich wirklich voll ins Zeug gelegt. Ich hatte einen Wahnsinns-Ski", bedankte sich Frenzel bei den DSV-Technikern.

Erster Gratulant war Rydzek, der 26,3 Sekunden nach Frenzel das Ziel erreichte. "Er hat ein super Rennen gemacht", stellte Ackermann zufrieden fest. Immerhin hatte der Oberstdorfer, der bei der WM enttäuschte, in der Loipe sechs Plätze gutgemacht.

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