Eine große Bühne für die Hersteller

Die Ski-WM ist seit jeher immer auch eine Bühne für die Hersteller gewesen. Wie vergleichsweise in der Formel 1 ist dies ein Markt der Händler.

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Hat die Sponsoren- Fäden in der Hand: Marcus Höfl. Foto: dpa

Kein Winter vergeht, in dem nicht irgendwelche neue Produkte auf den Markt kommen. Ob Skibekleidung, Skischuhe und natürlich die hochgezüchteten Bretter - die Hersteller sind bei Großereignissen vehement darauf bedacht, ihre Produkte ins rechte Bild setzen zu lassen. Nicht zu vergessen, auch die Brillen wollen platziert sein. Erstaunlich ist daher nicht, dass zum Beispiel das österreichische Team extra einen Helfer im Zielraum abgestellt hat, der dafür da ist, die Athleten nach der Zieldurchfahrt für die TV-Interviews in Windeseile zu präparieren. Der Rennhelm wird eingetauscht gegen eine Skimütze, ganz wichtig dabei ist, dass der Sponsoren-Schriftzug auch so platziert ist, damit dieser leicht zu erkennen ist.

Keine Frage, die Farbe lila ist sehr dominant im alpinen Rennzirkus, weil nun mal eine zarte Versuchung an jeder Ecke lauert. Der Neuschnee in der ersten WM-Woche hat vor allem Audi erfreut, denn mit zahlreichen VIP-Shuttle-Fahrzeugen aus Ingolstadt fühlt man sich in der selbsternannten "Heimat des Quattro" besonders wohl. Mitten im Zentrum von Schladming hat sich Audi in einen Riesen-Komplex eingemietet, allabendlich werden hier die Medaillengewinner besonders gefeiert - wie eben gestern Abend Maria Höfl-Riesch. Die 28-Jährige, Vollprofi in punkto Vermarktung auch dank ihres Gatten Marcus Höfl, machte wieder einige Sponsoren glücklich, weil sie werbewirksam die Logos in die Kameras hielt. Großer Sieger der ersten Woche bei den Ski-Herstellern war die Marke "Head", die das Super-G-Podium bei den Männern komplett einnahm und auch gestern durch Höfl-Riesch golden glänzte.

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