Eine Familientradition

Premiere statt Jubiläum. Maria Höfl-Riesch versäumte als Elfte im Super-G ihren 25. Weltcup-Sieg. Stattdessen triumphierte Tina Weirather erstmals.

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Mit Platz elf im Super-G hielt sich Maria Höfl-Riesch nicht lange auf. Das erste von drei Rennen beim Heimweltcup-Wochenende in Garmisch-Partenkirchen war noch nicht zu Ende, da richtete die Doppel-Olympiasiegerin schon einen erwartungsfrohen Blick auf die heutige Abfahrt. "Ich hoffe schon, da ein Wörtchen um den Sieg oder zumindest ums Podest mitzureden", sagte die 28-Jährige. "Hier in Garmisch das 25. Mal ganz oben zu stehen, das wäre schon ein Traum."

Zweimal war der Jubiläumssieg im Ski-Weltcup in Reichweite. Beim Slalom in Flachau aber schied die Partenkirchenerin vor der WM mit Kurs auf Bestzeit kurz vor dem Ziel aus, vergangene Woche schnappte ihr Carolina Ruiz Castillo (Spanien) in Méribel bei der Abfahrt Platz eins vor der Nase weg.

Dass es gestern nicht zu einem Spitzenresultat reichte, habe aber nichts mit ihrer Magen-Darm-Erkrankung an den beiden Tagen zuvor zu tun gehabt: "Da, wo ich die Zeit verloren habe, bin ich einfach nicht gut gefahren."

Besser als alle anderen machte es Tina Weirather. Die Liechtensteinerin fuhr auf der Kandahar vor den Augen ihrer Eltern zum ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere. "Ich freu mich für sie, weil sie hat echt zu kämpfen gehabt mit ihren Verletzungen", sagte Höfl-Riesch. Zuvor hatte sie die Tochter von Österreichs 1982er Abfahrts-Weltmeister Harti Weirather und der Doppel-Olympiasiegerin Hanni Wenzel umarmt. Die Blumen bei der Siegerehrung zum 40. Weltcup-Sieg der Familie bekam Tochter Tina prompt von ihrer Mutter überreicht - echte Familientradition.

Für Gesamtweltcupsiegerin Tina Maze blieb Rang zwei. Den musste sich die Slowenin zudem mit der Amerikanerin Julia Mancuso teilen und konnte deshalb ihren Vorsprung in der Disziplin-Wertung zwar nicht ausbauen, aber verteidigen. Vor dem vorletzten Super-G der Saison am Sonntag hat Maze weiter 65 Punkte Vorsprung auf Mancuso. Theoretisch hat auch Viktoria Rebensburg bei 150 Punkten Rückstand noch theoretische Chancen auf eine kleine Kugel. Als Zehnte war sie beste Deutsche.

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