Ein Ulmer Trio auf dem Podest

Dreimal auf dem Stockerl: Die Leichtathleten des SSV 46 feierten bei den deutschen Hallen-Mehrkampf-Meisterschaften in Dortmund mit Podestplätzen ausgezeichnete Erfolge. Zur Freude Wolfgang Becks.

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Dass in Dortmund nicht nur Zauberfußball von der Borussia zelebriert wird, sondern die Ruhrmetropole auch ein guter Standort für Leichtathletik ist, bewies die Mehrkampfgarde des SSV Ulm 1846 an diesem Wochenende. Nur einen Steinwurf vom Signal-Iduna-Park, der mit 80720 Plätzen fassenden Spielstätte des BVB, feierten die Ulmer Athleten bei den deutschen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften in der Helmut-Körnig-Halle beachtliche Erfolge.

Im Gepäck drei Podestplätze, so kehrte das Team von Trainer Wolfgang Beck gestern Abend glücklich von der Ruhr an die Donau zurück. Mit der Bronze-Medaille für Stefanie Saumweber im Fünfkampf der Frauen, ebenfalls Platz drei für Pauline Helber bei der U20 der weiblichen Jugend und Silber bei der U20 der männlichen Jugend für Julius Sommer "haben wir optimal abgeschnitten", freute sich Beck über seine Schützlinge.

Rang sieben für Hanna Schrödersecker (U20) sowie die Plätze sieben für Annika Volquardsen und 18 für Nadja Stivala, beide bei der weiblichen U18-Jugend, rundeten die erfreuliche Bilanz bei den nationalen Titelkämpfen in Nordrhein-Westfalen ab. Mario Habedank (U20) musste kurzfristig wegen einer Verletzung passen.

Die aufsteigende Form der vergangenen Wochen bestätigte Stefanie Saumweber bei ihrem Fünfkampf-Wettbewerb eindrucksvoll. Mit drei persönlichen Bestleistungen (Weitsprung 6,13 m, 60 Meter Hürden 8,35 Sekunden, 800 Meter 2:26:84 Minuten) sowie der Einstellung ihrer Bestmarke im Hochsprung mit 1,72 Metern absolvierte die 23-Jährige einen glänzenden Wettkampf. Nur im Kugelstoßen konnte sie nicht die gewohnte Leistung aufbieten. Mit 9,74 Meter lag Saumweber deutlich unter ihrer Bestleistung von 12,01 Metern, die sie noch vor zwei Wochen beim Sindelfinger Hallensportfest erreicht hatte. "Da hat Steffi 150 Punkte liegen lassen", haderte Trainer Beck etwas mit seiner Athletin.

Was allerdings angesichts des deutlichen Abstands (220 Punkte) zur Zweiten, Christine Kiffe (4 284 Punkte) vom ASC Darmstadt wohl keine bessere Platzierung gebracht hätte. Saumweber (4064) platzierte sich vor der Ex-Ulmerin Liane Weber (3899), die jetzt für die Stadtwerke München startet. Deutsche Meisterin wurde mit 4318 Punkten EM-Teilnehmerin Maren Schwerdtner (Hannover 96).

In einem mitreißenden Lauf im letzten Wettbewerb über die 1000 Meter (2:54:43 Minuten) verbesserte sich Julius Sommer bei den U20-Männern vom vierten auf den zweiten Platz (5197 Punkte). Auf Sieger Jan Schenk (TUS Metzingen) fehlten ihm schließlich 41 Punkte. Die hatte er im Stabhochsprung liegen gelassen, bei dem er mit 4,20 Metern zehn Zentimeter unter seiner Bestleistung blieb. Die Höhe von 4,30 Meter hatte er ausgelassen.

"Mit 4,40 Metern hat er zu hoch gepokert", räumte Beck ein, "sonst wär der Titel drin gewesen." Entsprechend enttäuscht war Sommer unmittelbar nach dem Wettkampf, doch die Niedergeschlagenheit wich schnell der Freude über die Silbermedaille.

Über Bronze freute sich auch Pauline Helber (3454 Punkte), die erst vor kurzem aus dem Schwarzwald zum SSV 46 gewechselt war.

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