Die deutschen NHL-Profis drücken Daumen

Sie sind dazu verdammt, "nur" die Daumen zu drücken. Die deutschen NHL-Eishockey-Cracks schauen derzeit gespannt nach Bietigheim.

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Sie sind Deutschlands beste Eishockey-Spieler und würden dem Nationalteam in Bietigheim-Bissingen gerne helfen, das Olympiaticket für Sotschi 2014 zu lösen. Doch Dennis Seidenberg, Christian Ehrhoff und Marcel Goc müssen aus den USA tatenlos Richtung Baden-Württemberg schauen. Der Alltag in der NHL geht vor; die Superstars können ihren Auswahlkollegen nur die Daumen drücken.

"Ich erwarte natürlich, dass wir uns für Sotschi qualifizieren", sagte Ehrhoff von den Buffalo Sabres. "Wir haben eine gute junge Mannschaft mit viel Energie. Wenn jeder seine Leistung bringt, denke ich, dass es schon klappen wird", bekräftigte auch Seidenberg von den Boston Bruins. Und Floridas Goc spricht von einer "lösbaren, aber auf keinen Fall einfachen Aufgabe".

Das Trio gehörte 2006 in Turin und 2010 in Vancouver zu den Leistungsträgern des deutschen Teams. Damit es im kommenden Februar auch in Sotschi dabei sein kann, müssen jedoch erst einmal andere die Fahrkarte lösen - und den NHL-Cracks dann womöglich weichen. Ein schlechtes Gewissen hat Seidenberg angesichts dieser Konstellation jedoch nicht. "So läuft es halt, so ist der Sport. Da kann man nichts dran ändern", meinte der Stanley-Cup-Sieger von 2011.

Goc hat selbst schon erfahren, wie es sich anfühlt, einem NHL-Profi weichen zu müssen. Im Februar 2001 hatte der damalige Schwenninger das erfolgreiche Qualifikationsturnier in Norwegen mitgespielt. Ein Jahr später war Goc dann sogar schon im Olympischen Dorf in Salt Lake City, ehe Marco Sturm (damals San Jose Sharks) anreiste und Goc die Koffer packen musste. "Das hat mich natürlich nicht gefreut, aber wir wussten, dass wir Platz machen müssen, wenn die NHL-Spieler kommen", sagte Goc rückblickend und verweist darauf, dass die NHL nun einmal die beste Eishockey-Liga der Welt ist. "Und deshalb gehören die Spieler dann auch klar bei Olympia ins Team."

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