Die Chance genutzt

Bussi-Bussi mit Ihrer Durchlaucht. Timo Rang freute sich überschwänglich über seine Goldmedaille bei den Internationalen Special Olympics.

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Der Blausteiner Timo Rang hat es bei den Special Olympics eilig, ins Ziel zu kommen. Schließlich wartet dort neben der Goldmedaille bei der Siegerehrung noch die Prinzessin von Liechtenstein. Privatfoto

Ein Küsschen in Ehren, kann selbst Ihre Durchlaucht nicht verwehren. Timo Rang packte die Gelegenheit beim Schopfe. Als Prinzessin Nora von Liechtenstein bei der Siegerehrung dei den Internationalen Special Olympics Winterspielen in Malbun dem 37-jährigen Blausteiner zur Goldmedaille im Riesenslalom gratulierte, umarmte Timo Rang spontan die Präsidentin der Special Olympics und herzte sie vor schierer Freude sehr zur Erheiterung der zahlreichen Zuschauer. Wann bekommt man schon mal eine solche Gelegenheit?

133 Athletinnen und Athleten aus sieben Nationen kämpften im liechtensteinischen Malbun beim größten Wintersportereignis für Menschen mit geistiger Behinderung auf Langlauf- und Alpin-Skiern um Medaillen. Timo Rang, der mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommen ist, startete nach einem Innenbandriss am Knie im März des vergangenen Jahres diesmal mit einem sogenannten Knee Brace - einer Knie-Orthese zum Schutz der Gelenke.

Nach der Qualifikation wurde Timo Rang in eine etwas schwächere Klasse als in den Jahren zuvor eingeteilt. Im Super G am ersten Tag ging der Blausteiner bei starkem Schneefall etwas vorsichtig zu Werke und belegte den undankbaren vierten Platz. Am Tag darauf beherrschte Timo Rang dann im ersten Lauf des Riesenslaloms bei herrlichem Sonnenschein und besten Schneeverhältnissen seine Konkurrenten klar und fuhr Bestzeit.

Als zum Start des zweiten Durchgangs dichter Nebel aufzog, zeigte sich Timo Rang ein wenig furchtsam, zumal er beim Einfahren im Nebel gestürzt war. Doch mit viel Überredungskunst der Betreuer und Funktionäre, die ihn an sein Idol Felix Neureuther erinnerten, fuhr er dann doch durch den Nebel und erreichte in seiner Spezialdisziplin die zweitschnellste Zeit - was in der Addition der Läufe die Goldmedaille bedeutete. Die erhielt er wie schon vor zwei Jahren von Prinzessin Nora.

Bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Balderschwang stellte Timo Rang seine gute Form dann erneut unter Beweis. Im Riesenslalom belegte er Rang zwei. Im Unified-Wettbewerb, bei dem je ein Sportler mit und einer ohne geistige Behinderung ein Team bilden, wurde er zusammen mit Thomas Hoch Erster.

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