DFB: Akademie-Votum, Regionalliga-Reform und Lahm-Ehrung

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DFB-Präsident Reinhard Grindel will mit den Delegierten die Weichen für einschneidende Änderungen beim DFB stellen. Foto: Arne Dedert  Foto: 

Beim Außerordentlichen Bundestag stellen die Delegierten des Deutschen Fußball-Bundes am Freitag die Weichen für einschneidende Änderungen beim größten Sportfachverband der Welt.

Mit dem Ja zum lange verzögerten Bau der Akademie will der Verband in neue Zeiten aufbrechen. Nach großem Hickhack wird zudem die Zustimmung zu einem Konsens erwartet, der die Aufstiegsregelung zur 3. Liga zumindest für zwei Jahre regelt. Wie schon beim regulären Bundestag vor einem Jahr, wird einem Weltmeister wieder eine besondere Ehre zuteil.

AKADEMIE: Sie war der eigentliche Grund für die Einberufung eines Außerordentlichen Bundestages: Weil die Kosten erneut immens gestiegen sind, will sich die DFB-Spitze den Bau der Akademie genehmigen lassen. Jahrelang hat der bisherige Rennbahnbetreiber dieses Prestigeprojekt verzögern können. Jetzt steht aus Sicht des DFB endlich die Entscheidung über den Bau des bis zu 150 Millionen Euro teuren Leistungs- und Verwaltungszentrums auf dem Gelände der Frankfurter Galopprennbahn an. Die DFB-Spitze rechnet fest mit einer überwältigenden Zustimmung.

REGIONALLIGA: Nach stundenlangen Vorab-Beratungen haben die Funktionäre aus den 21 Landesverbänden ein Scheitern der geplanten Regionalliga-Reform zum Aufstieg in die 3. Liga noch verhindert. Demnach soll es in den Spielzeiten 2018/19 und 2019/20 vier statt bislang drei Aufsteiger aus den fünf Regionalligen geben. Ein direktes Aufstiegsrecht wird in beiden Spielzeiten der Meister der Regionalliga Südwest erhalten. Die Meister der anderen Ligen bekommen dieses Recht nur einmal zugesprochen und müssen einmal in ein Playoff. Die Zustimmung beim Bundestag für das Konsensmodell gilt als sicher. Eine langfristige Lösung soll bis zum Bundestag 2019 ausgearbeitet sein.

GRUNDLAGENVERTRAG: Das Papier zur Zusammenarbeit zwischen DFB und DFL bedarf noch einer Anpassung. Im Kern geht es für die Abstellung der Nationalspieler um Marketingvereinbarungen zwischen den Clubs und dem Dachverband. Die Vereine wollen nicht, dass ihre Stars beim DFB für Konkurrenzprodukte ihrer Geldgeber werben - eine komplizierte Angelegenheit, doch eine Zustimmung der Delegierten gilt als Formsache.

LAHM: Große Ehre für den ehemaligen Bayern-Profi. Als sechster ehemaliger Nationalspieler wird Philipp Lahm zum Ehrenspielführer der Fußball-Nationalmannschaft ernannt. Diese Auszeichnung wurde zuvor nur Fritz Walter, Uwe Seeler, Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus und beim letzten Bundestag in Erfurt 2016 auch Jürgen Klinsmann zuteil. Lahm übernimmt gleichzeitig einen Promotion-Job für den DFB und wirbt als Euro-Botschafter für die deutsche EM-Kandidatur 2024.

Die geplante DFB-Akademie

Die verschiedenen Regionalliga-Modelle

Curtius-Interview

"Bild"-Bericht

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