Deutsches Team blamiert sich gegen Italien

Der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft droht nach der 1:2-Niederlage gegen Italien in der Olympia-Qualifikation ein historisches Debakel.

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Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat sich gestern Abend in Bietigheim-Bissingen blamiert. Das Team von Bundestrainer Pat Cortina verlor mit 1:2 (1:1, 0:0, 0:0, 0:1) nach Verlängerung gegen Italien erstmals in der Geschichte des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) ein Olympia-Qualifikationsspiel. Nur mit einem Sieg in der regulären Spielzeit am Sonntag (15.15 Uhr/Sport1) gegen Österreich können Kapitän Michael Wolf und Co. noch das Sotschi-Ticket lösen. Ansonsten würde erstmals eine DEB-Auswahl auf sportlichem Wege die Olympischen Spiele verpassen. Italien hat trotz des Sieges keine Chance mehr auf die Teilnahme in Sotschi.

"Wir müssen einfach konstanter vorm Tor werden. Das ist ein bisschen unser Problem", sagte der Berliner Constantin Braun, der die mangelnde Ausbeute angesichts von 35:20 Torschüssen bemängelte. Vor dem Krimi gegen Österreich ist ihm aber nicht bange. "Sonntag gewinnen, wie wir das eh vorhatten, und dann ist alles im Lot", fügte der Verteidiger hinzu, "wir haben in der Olympia-Quali immer gegen Österreich gewonnen. Warum sollen wir am Sonntag damit aufhören?"

24 Stunden nach dem 5:1 gegen den krassen Außenseiter Niederlande spielten die Nerven den Gastgebern im zweiten Spiel beim Ausscheidungsturnier in Bietigheim-Bissingen einen Streich. Nur der Hamburger Jerome Flaake (14.) traf für das phasenweise drückend überlegene Cortina-Team. Robert Sirianni (11.) sowie Nathan di Casmirro nach 2:19 der Verlängerung erzielten die Tore für die Azzurri. Beim entscheidenden Treffer saß wie schon beim 0:1-Rückstand der Münchner Felix Petermann auf der Strafbank.

WM-Aufsteiger Österreich, der nach dem 3:2 gegen Italien mühelos 6:1 gegen Holland gewann, hinterließ bislang den deutlich besseren Eindruck. Schon ein Punkt am Sonntag reicht dem Weltranglisten-15., um statt Deutschland zu Olympia nach Russland zu fliegen.

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