Deutsche Kombinierer gewinnen Teamwettbewerb

Die deutschen Kombinierer sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und haben den ersten Team-Weltcup im WM-Winter gewonnen.

|
Johannes Rydzek (l-r), Björn Kircheisen, Fabian Riessle und Eric Frenzel posieren als Sieger des Teamwettbewerbs in Lillehammer. Foto: Terje Pedersen

Die deutschen Kombinierer sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und haben den ersten Team-Weltcup im WM-Winter gewonnen.

Björn Kircheisen, Eric Frenzel, Fabian Rießle und Johannes Rydzek siegten in Lillehammer nach dem Springen und dem 4 x 5 Kilometer Langlauf in 49:34,9 Minuten. Im Ziel hatte der Weltmeister 31,5 Sekunden Vorsprung vor Vize-Weltmeister Norwegen und 1:23,7 Minuten auf Österreich.

Kircheisen war als erster auf den Rundkurs im Olympiapark gegangen. Der Sachse baute den Vorsprung von 13 Sekunden nach dem Springen auf mehr als eine halbe Minute auf Österreich aus. Frenzel schlug ebenfalls ein hohes Tempo an und gab Rießle mehr als eine Minute Puffer mit auf die Strecke. „Der Vorsprung kommt nicht von ungefähr. Aber natürlich war da die Spannung raus. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung“, sagte Frenzel.

Schlussläufer Rydzek brachte den letztlich überlegenen Sieg sicher ins Ziel. „Ich habe es genossen“, sagte der Weltcup-Spitzenreiter, der auf dem Schlussabschnitt einen Gang zurückschalten konnte. Das gefiel vor allem Bundestrainer Hermann Weinbuch, dessen Rennplan perfekt aufging. „Die Jungs konnten sich bis auf Björn alle für die nächsten Aufgaben schonen. Wir sind hervorragend gesprungen, daher hatten wir diesen Luxus. Das wollten wir ausnutzen und das Rennen mit einer Minute Vorsprung kontrollieren“, sagte Weinbuch.

Mitfavorit Norwegen hatte bereits alle Chancen im Springen vergeben. Mit über einer Minute Rückstand auf die Deutschen war der ewige Rivale ins Rennen gegangen. Ausschlaggebend für die komfortable Ausgangsposition der Deutschen war der Satz von Frenzel, den Co-Trainer Ronny Ackermann aus zwei Luken tiefer springen ließ. Für die 98 Meter gab es dadurch viele Bonuspunkte. „Ich denke, die Trainer haben alles richtig gemacht“, sagte der vierfache Weltcup-Gesamtsieger Frenzel.

In der Olympiastadt von 1994 stehen noch zwei Einzelwettbewerbe auf dem Programm. Auch da gehen die deutschen Kombinierer als Mitfavoriten an den Start. Allen voran Rydzek, der zum Auftakt eine Woche zuvor in Kuusamo beide Rennen gewinnen konnte. Doch auch Frenzel zeigte sich nach einer kleinen Schwäche zum Auftakt in Lillehammer deutlich formverbessert und war im provisorischen Wettkampfsprung Bester.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Google & Co: Müssen die Internetgiganten zerschlagen werden?

Google, Amazon, Facebook: Die Digitalisierung hat Firmen hervorgebracht, die kaum Konkurrenz haben. In der analogen Wirtschaft gibt es dafür ein Wort: Monopol. weiter lesen