Der Kreis schließt sich

Die Rhythmische Sportgymnastik in Ulm ist um einen Verein reicher: Die frühere Söflinger Trainerin Tatjana Postrigan hat sich mit knapp 30 Kindern am unteren Kuhberg selbstständig gemacht.

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Rund sieben Monate ist der Höhepunkt des Dauer-Disputs zwischen zwei Sportgymnastik-Trainerinnen bei der TSG Söflingen jetzt her. Im Juli 2012 endete dieser damit, dass RSG-Übungsleiterin Tatjana Postrigan gemeinsam mit den Eltern von 16 jungen Athletinnen den Verein verließ. Bei den Gaumeisterschaften am vergangenen Sonntag in Ulm-Wiblingen präsentierte sich die TSG Söflingen mit Trainerin Evgenia Cherkasenko und drei Spitzengymnastinnen in der Leistungsklasse. Melanie Helfenstein wurde unter vier Teilnehmerinnen Dritte, ihre Schwester Annette Helfenstein und Kateryna Cherkasenko hatten keine Gegnerinnen und landeten dementsprechend in ihren Kategorien auf Platz eins.

Das lag vor allem an einer Terminkollision: Der Schwäbische Turnerbund hatte einen wichtigen Wettkampf in Ludwigsburg ausgeschrieben, unter anderem für Athletinnen des TSV Schmiden, die sonst auch bei den Gaumeisterschaften gestartet wären. Und hier schließt sich wieder der Kreis: In Ludwigsburg war nämlich auch die Söflinger Ex-Trainerin Tatjana Postrigan mit ihrer inzwischen neu gegründeten Gymnastik-Truppe am Start.

Auf der Suche nach einem neuen Dach sind sie und die engagierten Eltern fündig geworden: "Wir haben uns dem deutsch-russischen Kultur- und Bildungsverein in Ulm angeschlossen und eine Sportgymnastik-Abteilung gebildet", berichtet Postrigan. Trainiert wird in der Sporthalle der Waldorfschule am unteren Kuhberg. Beide Vereine, sowohl der neue als auch die TSG Söflingen, konzentrieren sich weiterhin auf den Leistungssport innerhalb der Sportgymnastik, und freuen sich über reichlich Nachwuchs. Postrigan hat es inzwischen mit knapp 30 Kindern und Jugendlichen zu tun, und auch bei der TSG gibt es Neuanmeldungen im zweistelligen Bereich. Angst davor, in einem der nächsten Wettkämpfe auf ihren ehemaligen Arbeitgeber zu treffen, mit dem es im Streit auseinander ging, hat Postrigan aber nicht: "Das ist abgehakt. Hauptsache die Kinder können wieder starten. Wir freuen uns auf die kommenden Kräftemessen."

Nicht in der Leistungsklasse zu Hause ist der SSV Ulm 1846. Er konzentriert sich auf den gymnastischen Breitensport, bei dem auch die älteren Athletinnen zum Zug kommen. Deshalb waren für ihn das Landesfinale der K-Stufen im Deutschland Cup am Samstag sowie die Gaumeisterschaften am Sonntag in Wiblingen ein voller Erfolg. "Vor allem war es wichtig, dass nach 2006 endlich wieder ein Wettkampf in Ulm stattfindet", sagt Christine Barth vom SSV 1846. Leider traten auch ihre Gruppe und die beiden Duos konkurrenzlos an, da der TV Wetzgau krankheitsbedingt absagen musste. Trotzdem waren Charlotte Blohorn, Alicia Liechtenstein, Verena Leyendecker, Olivia Rupp, Sara de Almeida und Patricia Krassmann nervös und machten ein paar Fehler. Besser ging es im Duett: Alena Wagner und Elina Eisele in der freien Wettkampfklasse sowie Mona Eggert und Milena Fuchs bei den Zehnjährigen erhielten gute Noten.

Trotz der geringen Resonanz sind auch nächstes Jahr wieder RSG-Wettkämpfe in Ulm geplant. "Diesmal war es vom Termin her einfach ungünstig. Wir wollen die Gaumeisterschaften künftig etwas später austragen", so Barth. Dann können sich hoffentlich alle drei Ulmer Sportgymnastik-Vereine in Grazie und Anmut messen.

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