Denise Herrmanns couragierter Auftritt

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Bei der Jubiläums-Etappe der Tour de Ski haben die deutschen Langläufer Eigenwerbung betrieben und nun wieder Top-10- Platzierungen im Blick. Auf dem 50. Tagesabschnitt der Tour-Geschichte schaffte Tobias Angerer von Cortina dAmpezzo nach Toblach im 35-km-Verfolgungsrennen Platz 14 und damit den Anschluss im Gesamtklassement. Auch Jens Filbrich (Frankenhain) sieht als 18. Licht am Ende des Tunnels. Neuer Spitzenreiter ist der Norweger Petter Northug, der vor Alexander Legkow (Russland) und Dario Cologna (Schweiz) siegte.

Noch besser sieht es für die deutschen Damen aus. Eine weitere Energieleistung zeigte Denise Herrmann. Die Oberwiesenthalerin wurde Sechste. Katrin Zeller (Oberstdorf) rückte nach einer fulminanten Aufholjagd über 15 km mit der schnellsten Zeit des Tages bis auf Rang 13 vor. Die Polin Justyna Kowalczyk verteidigte mit ihrem Tageserfolg das Rote Trikot der Spitzenreiterin. Denise Herrmann verlor zwar Platz vier in der Gesamtwertung, doch der sechste Rang fühlt sich wie ein Sieg an.

"Ich darf gar nicht darüber nachdenken, gegen welch große Namen des Langlaufs ich derzeit kämpfe", meinte die Sächsin, die mit unheimlich viel Selbstvertrauen ihr eigenes Tempo lief, sich auch von der heranstürmenden Schwedin Charlotte Kalla nicht aus dem Konzept bringen ließ und sich letztlich selbst belohnte. "Sie erntet jetzt die Früchte ihres harten Trainings. Sie hat unheimlich viel investiert und ist auf dem Weg, eine ganz starke Allrounderin zu werden", lobte Bundestrainer Frank Ullrich. Ebenso beeindruckte ihn der Auftritt der Oberstdorferin Katrin Zeller.

Auch Angerer wirkte nach Tagen des Zweifels wieder gelöst. Mit einem "Wahnsinnsski", wie er es bezeichnete, jagte er von Startplatz 30 los. Von Platz fünf im Gesamtklassement trennen ihn gerade einmal 22,3 Sekunden.

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