DEL vor Saison der Ungewissheiten

Die Deutsche Eishockey Liga geht wie bereits ausführlich berichtet in ihre 19. Saison - selten standen vor dem Auftakt so viele Fragezeichen im Raum.

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Neue Regeln, ein anderer TV-Deal, die vage Hoffnung auf NHL-Stars und drohende Folgen einer finanziellen Schieflage: Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) geht in eine Saison voller Ungewissheiten. Zum Auftakt heute ist nur eines sicher. Als Favorit starten wieder einmal die Eisbären ins Titelrennen.

Überdies: In der NHL droht ein Lockout. Weil sich Spieler und Teambesitzer bisher nicht auf einen Vertrag geeinigt haben, könnten die Profis ausgesperrt werden. Viele haben signalisiert, bis zu einer Einigung in Europa spielen zu wollen, auch Dennis Seidenberg. Der Stanley-Cup-Sieger 2011 schielt bereits nach Mannheim, wo Bruder Yannic spielt. "Zuletzt haben wir vor elf Jahren in Mannheim zusammengespielt, wäre schön, wenn es mal wieder klappen würde", sagte Seidenberg.

Ein entscheidender Faktor ist dabei das Geld: Welches Team kann sich welchen Star leisten? Finanziell spielen nämlich längst nicht alle Vereine in einer Liga. Während Clubs wie Berlin, Mannheim und Hamburg längerfristig erfolgreiche Strukturen aufbauen können, hangeln sich klammere Vereine von Jahr zu Jahr durch die Lizenzbestimmungen. In Düsseldorf etwa stand Erstliga-Eishockey nach dem Aus von Hauptsponsor Metro lange auf der Kippe. Nur durch einen drastischen Personalwechsel hin zu billigeren Profis wurde der Verbleib gesichert. Wie konkurrenzfähig die DEG wirklich ist, wissen sie im Club selbst nicht so genau.

Auf einige Rahmenbedingungen müssen sich alle 14 Clubs umstellen. Nach dem Einstieg von ServusTV anstelle des Pay-TV-Kanals Sky führt die DEL etwa sogenannte Power Breaks ein: Jedes Drittel wird für eine 90-sekündige Werbepause unterbrochen. Von Fans teils harsch kritisiert, will die Liga dadurch neue Einnahmequellen generieren.

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