Davis-Cup: Kohlschreiber, Mayer und Brands für deutsche Auswahl

Der Davis-Cup hält vom 13. bis 15. September in der Ratiopharm-Arena Einzug. Mit Philipp Kohlschreiber, Florian Mayer und Daniel Brands gehören drei bayerische Spieler der deutschen Auswahl an.

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Von New York nach Neu-Ulm: Philipp Kohlschreiber. Foto: dpa

Helmut Schmidbauer, Präsident des Bayerischen Tennis-Verbands, stellte gleich klar, dass es kein Duell "Bayern gegen Brasilien" geben wird, sondern ein "Deutschland gegen Brasilien". Dennoch spricht das Übergewicht an Spielern aus dem BTV dafür, dass der Freistaat über die vergangenen Jahre sehr gute Spieler hervorgebracht hat.

Wenn also die beiden Routiniers Philipp Kohlschreiber (Augsburg) und Florian Mayer (Bayreuth) aufschlagen und Unterstützung von den beiden Davis-Cup-Debütanten Daniel Brands (Deggendorf) und Martin Emmrich (Magdeburg) bekommen, geht es um Teamarbeit für den Klassenerhalt in der Tennis-Weltgruppe. "Wir wollen professionell arbeiten und uns mit Ehrlichkeit begegnen", betonte der Teamkapitän Carsten Arriens gestern bei der Bekanntgabe der nominierten Spieler. Die Unstimmigkeiten, die es im letzten Davis-Cup-Team gab, die solle es jetzt ganz gewiss nicht mehr geben. Die Spieler werden im Laufe der Woche - jeder in seinem Rhythmus - von den Turnieren zurückkehren und sich langsam auf ihre Aufgabe einstimmen. Philipp Kohlschreiber fliegt nach seinem Achtelfinal-Aus gegen Rafael Nadal bei den US Open in New York zurück und müsse erst einmal seine "Zahngeschichte" geregelt bekommen, sagte Arriens. Brands und die Doppelspieler Martin Emmrich sowie Arriens Rückhalt in Sachen Doppel, Andre Begemann (Lemgo), stünden schon voll im Training. Der Teamkapitän halte jetzt stets den Kontakt zu seinen Spielern. Am Sonntag würden sich alle in Neu-Ulm einfinden, die Trainingszeiten festlegen, die Abende gemeinsam verbringen. Vielleicht wird Carsten Arriens auch etwas von seiner Coolness auf die Spieler übertragen, denn er fühle sich vor seinem Heimdebüt als neuer Teamchef "ganz gelassen". Seit zehn Jahren als Tennistrainer auf den Center Courts dieser Welt, habe er mittlerweile den nötigen Abstand zum Ernst der Dinge gefunden. Er warnte aber davor, die Brasilianer zu unterschätzen.

Respekt gelte vor allem den Doppelspezialisten Marcelo Melo und Bruno Soares. "Das ist ein Weltklasse-Doppel", sagte Arriens. Für seine Spieler sei es aber eine Chance, "rauszugehen auf die Bühne und zu zeigen, was sie können". Profisport komme eben nicht ohne Stress und Druck aus. Den Druck gelte es auch auf die beiden Einzelspieler Thomaz Belluci und Rogerio Dutra Silva auszuüben. Es sei zu erwarten gewesen, dass sein Gegenüber Joao Zwetsch diese Spieler nominieren würde. In New York habe zumindest Belluci aber nicht überzeugen können, fand Arriens, der sich auf den Auftritt in der Ratiopharm-Arena freut. Als Gastgeber durfte die deutsche Mannschaft bestimmen, worauf gespielt wird: "Es ist ein zügiger Belag, bei dem der Ball nicht allzu hoch aufspringt", erklärte der Mannschaftskapitän. Aber über die Beschaffenheit des Materials hinaus, wolle man sich auf die Unterstützung des Publikums verlassen können.

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