David Storl gewinnt bei der Leichtathletik-EM Gold im Kugelstoßen

Stark, super, Storl! Nun hat der Freiluft-Weltmeister endlich auch einen internationalen Hallentitel. In Prag stößt David Storl in einer eigenen Liga. Ein gutes Omen für die kommende Sommersaison.

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David Storl: Gold mit der Kugel in der "Goldenen Stadt" Prag.  Foto: 

In der "Goldenen Stadt" hat Kugelstoß-Ass David Storl seine Silber-Serie in der Halle gestoppt und sich einen weiteren Traum erfüllt: Der zweimalige Freiluft-Weltmeister erkämpfte sich bei den Europameisterschaften in Prag im vierten Anlauf endlich seinen ersten internationalen Hallen-Titel. Auf glänzende 21,23 Meter wuchtete der 24 Jahre alte Sachse die 7,257 Kilo schwere Kugel im Finale - das war zu viel für seine sieben Konkurrenten.

Mit dem Traumstart gab der Kapitän des deutschen Männer-Teams gleich den Kurs für die kommenden zwei Wettkampftage vor. Storl verfehlte seine eigene europäische Saison-Bestleistung nur um drei Zentimeter und setzte sich klar vor dem Serben Asmir Kolasinac (20,90) und Ladislav Prasil aus Tschechien (20,66) durch. Tobias Dahm (Sindelfingen) belegte mit 19,58 Metern den achten Platz. "Der Bann ist gebrochen. Das war ein Schritt in die richtige Richtung", sagte der Europameister, war aber mit seiner Weite nicht zufrieden. "Das war ein zu holpriger Wettkampf."

Nach fünfmonatiger Wettkampfpause war Storl erst vor zwei Wochen in Karlsruhe wieder deutscher Hallenmeister geworden. In der Prager O2-Arena wurde er als fünfter deutscher Kugelstoßer Hallen-Europameister. Auch bei der Hallen-WM 2012 in Istanbul und 2014 in Sopot war Storl auf Platz zwei gelandet. Einen Tag vor den deutschen Meisterschaften war Storl zum Polizeimeister ernannt worden. Seit November arbeitet er wieder an den Kraftmaschinen, seit vier Wochen stößt er die Kugel. In Karlsruhe klagte der Schützling von Trainer Sven Lang noch über Schmerzen am operierten Knie. Nun sei er wieder schmerzfrei, sagte der 1,98 Meter große und 125 Kilo schwere Athlet in Prag.

Danach schrammten die Leipziger Hürdensprinter Cindy Roleder und Erik Balnuweit jeweils knapp an der Bronzemedaille vorbei. Roleder verpasste Bronze über 60 Meter Hürden nur um einen Wimpernschlag. In 7,93 Sekunden musste sich die 25-Jährige vom LAZ Leipzig mit Platz vier hinter der zeitgleichen Britin Serita Solomon zufriedengeben. Die Weißrussin Alina Talaj holte EM-Gold in 7,85 Sekunden. Auch Balnuweit landete auf dem ungeliebten vierten Rang. Der deutsche Meister musste in 7,59 Sekunden aber einem ganz starken Trio aus Frankreich den Vortritt lassen: Pascal Martinot-Lagarde gewann Gold in 7,49 Sekunden.

Nur um 13 Punkte verpasste die Britin Katarina Johnson-Thompson den drei Jahre alten Fünfkampf-Weltrekord. Mit exakt 5000 Zählern holte sich die 22 Jahre alte Top-Favoritin Gold ab. Carolin Schäfer hatte ihren Wettkampf - auf Platz zwölf liegend - vor dem 800-Meter-Lauf nach Absprache mit dem Teamarzt beendet. Die 23-Jährige vom hessischen TV Friedrichstein klagte über Wadenprobleme.

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