Bundespräsident Gauck verabschiedet Paralympics-Team

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Bundespräsident Joachim Gauck (M) posiert am Flughafen von Frankfurt am Main mit den Sportlern David Behre (l), Sebastian Dietz (r) und Mathias Mester. Foto: Arne Dedert

Bundespräsident Joachim Gauck hat die deutschen Behindertensportler zu den Paralympics in Rio de Janeiro verabschiedet.

"Sportler sind für viele Menschen in Deutschland immer Vorbilder. Das gilt für diese Sportler ganz besonders", sagte das Staatsoberhaupt in einer Rede auf dem Frankfurter Flughafen. "Ich saß bei den Paralympics 2012 in London auf der Tribüne und war dabei noch bewegter als bei den Leistungen der Olympia-Sportler."

Gauck sprach anschließend noch persönlich mit mehreren Sportlern und posierte mit ihnen zu einem Gruppenfoto. 105 Athletinnen und Athleten sowie 70 Betreuer stiegen anschließend in das Flugzeug nach Brasilien. Insgesamt gehören 155 Sportler zum deutschen Aufgebot für die Weltspiele des Behindertensports vom 7. bis 18. September.

Angesichts der großen finanziellen und organisatorischen Probleme der Paralympics betonte Friedhelm Julius Beucher, der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes aber auch: "Wir fliegen nicht nur mit Vorfreude, sondern auch mit einigen Sorgenfalten nach Rio. Die Fragen des Transports, die Erreichbarkeit der Wettkampfstätten und die Kriminalität auf der Straße - das sorgt bei uns auch für etwas Flattern im Bauch."

Die Paralympics werden mit rund 4350 Sportler aus mehr als 160 Ländern so groß wie noch nie in ihrer mehr als 50-jährigen Geschichte. Allerdings werden diese Spiele abgesehen von den Finanzproblemen auch noch von dem Ausschluss der russischen Mannschaft überlagert. Beucher verteidigte vor diesem Hintergrund noch einmal die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees, mit diesen harten Sanktionen auf die Doping-Enthüllungen in Russland reagiert zu haben.

"Doping ist Betrug, Betrug ist kriminell und Kriminalität gehört bestraft", sagte er. "Ich möchte nicht, dass unsere Sportler bei ihren Wettkämpfen von irgendwem beschummelt werden. Deshalb darf es in der Doping-Frage nur eine Null-Toleranz-Politik geben."

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