Bö machts ohne Böen besser

Nach der verpatzten WM haben die deutschen Biathleten in Oslo den Neuanfang versucht. Am Holmenkollen war Peiffer als Siebter der Beste.

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Die Norweger-Fahne flatterte kräftig hoch oben auf der berühmten Holmenkollen-Schanze. Unten am Schießstand fand Andreas Birnbacher keine Ruhe. "Stehend habe ich sehr viel Wind bekommen und habe versucht um die Schüsse zu kämpfen. Und dann kommt halt der Tarjei Bö gerade einmal 30 Sekunden hinter mir und trifft alles", sagte der Schlechinger. Nach vier Fehlschüssen im Zehn-Kilometer-Sprint von Oslo sprang lediglich Platz 39 für den zweimaligen Saison-Sieger Birnbacher heraus. Bester deutscher Biathlet war gestern Arnd Peiffer als Siebter. "Ich bin halt nicht in Bombenform", sagte der Harzer und war trotzdem nicht traurig.

Sieger Bö, der Massenstart-Weltmeister, war fast zwei Minuten schneller gewesen als Birnbacher und lag 29,6 Sekunden vor Peiffer. Der Norweger blieb fehlerfrei, gewann mit 0,1 Sekunden Vorsprung vor dem Gesamtweltcup-Spitzenreiter Martin Fourcade aus Frankreich, der zweimal in die Strafrunde musste.

"Der Tarjei hat zu mir gesagt, er hat Glück gehabt, dass der Wind plötzlich weg war", meinte Birnbacher hinterher und schaute säuerlich unter dem blauen Himmel. Noch schwächer war nur Simon Schempp unterwegs. Nach fünf Fehlschüssen verpasste der Uhinger als 74. sogar die Qualifikation für den Verfolgungswettkampf am Samstag. "Man muss schon genauer auf die Windfahne gucken. Es sind zwar allgemein viele Fehler geschossen worden. Aber ich denke, wenn man sich mal am Riemen reißt, dann kann man ein besseres Ergebnis machen", kritisierte Bundestrainer Mark Kirchner.

Derweil sieht Laura Dahlmeier zwei Wochen nach ihrem famosen Staffel-Rennen bei der WM ihrem Weltcup-Debüt locker entgegen. "Es ist ein Wahnsinnsgefühl. Ich denke mir schon den ganzen Tag, wie cool das ist, jetzt in Oslo dabei zu sein", sagte die 19-Jährige.

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