Bekele fehlen sechs Sekunden zum Weltrekord in Berlin

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    Kenenisa Bekele gewann den 43. Berlin-Marathon. Foto: Maurizio Gambarini
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    Die Äthiopierin Aberu Kebede siegte bei den Frauen. Foto: Maurizio Gambarini
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    Der Start zum 43. Berlin-Marathon. Foto: Maurizio Gambarini
  • Steffen Uliczka war der schnellste deutsche Läufer in Berlin. Foto: Maurizio Gambarini 4/7
    Steffen Uliczka war der schnellste deutsche Läufer in Berlin. Foto: Maurizio Gambarini
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    Katharina Heinig war die schnellste deutsche Läuferin in Berlin. Foto: Maurizio Gambarini
  • Über 41 000 Läufer starteten beim 43. Berlin-Marathon. Foto: Paul Zinken 6/7
    Über 41 000 Läufer starteten beim 43. Berlin-Marathon. Foto: Paul Zinken
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    Während des Berlin-Marathons fällt auch viel Plastikmüll an. Foto: Gregor Fischer
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Nur sechs Sekunden fehlten Kenenisa Bekele nach irren 42 195 Metern am Brandenburger Tor zum Weltrekord. Mit seinem ersten Sieg in Berlin krönte sich der dreimalige Bahn-Olympiasieger zum Marathon-Star.

Auf den Spuren seines legendären Landsmanns Haile Gebrselassie triumphierte Bekele in der Weltjahresbestzeit von 2:03:03 Stunden, noch in Sichtweite des Ziels schien der zwei Jahre alte Weltrekord des Kenianers Dennis Kimetto (2:02:57 Stunden) greifbar.

Etwa anderthalb Kilometer vor dem Ziel eines spannenden Rennens setzte sich Bekele im Duell der Giganten vom großen Favoriten Wilson Kipsang aus Kenia ab; der Sieger von 2013 wurde diesmal in 2:03:13 Stunden Zweiter. Als Dritter kam sein Landsmann Evans Chebet in 2:05:31 Stunden ins Ziel.

"Das ist fantastisch für mich - ich bin so froh und glücklich, dass ich nach langer Verletzung so eine schnelle Zeit laufen konnte", sagte Bekele und strahlte. Rundum glücklich war er dennoch nicht. "Am Schluss bin ich aber doch ein bisschen enttäuscht, dass ich den Weltrekord so knapp verpasst habe", sagte Bekele, der von seinem Verband nicht für Olympia in Rio nominiert worden war und seinem großen Vorbild Gebrselassie nun den Landesrekord abnahm.

Der Äthiopier strich 70 000 Euro Preisgeld ein: 40 000 Euro für den Sieg und 30 000 Euro für eine Zeit unter 2:04 Stunden. Für den Weltrekord hätte es noch einmal 50 000 Euro obendrauf gegeben. Der viermalige Berlin-Sieger Gebrselassie hatte unter anderem 2008 in der damaligen Weltrekordzeit von 2:03:59 Stunden gewonnen.

Eigentlich war Kipsang auf Weltrekord aus, der 34-Jährige lag auch lange auf Kurs, hatte dem unwiderstehlichen Schlussspurt Bekeles aber nichts mehr entgegenzusetzen. "Das war ganz schön eng, ich habe die ganze Zeit Druck gemacht. Aber das Rennen hat so viel Energie gekostet, und am Ende konnte ich mit Kenenisa nicht mehr mithalten", sagte der Sieger von 2013 und gratulierte seinem Freund.

Der frühere Hindernis-Spezialist Steffen Uliczka wurde in 2:15:02 Stunden 16. - gut fünf Minuten unter seiner bisherigen Bestzeit. "Ich kann mir nichts vorwerfen", sagte er. "Ich bin hart gelaufen."

Am (Sonn)Tag der Äthiopier trug sich Aberu Kebede schon zum dritten Mal in die Siegerliste ein. Nach ihren Erfolgen 2010 und 2012 schloss die 27-Jährige in 2:20:45 Stunden zu den Rekord-Siegerinnen Uta Pippig (Leipzig) und Renata Kokowska (Polen) auf. Kebede krönte den äthiopischen Dreifach-Coup vor ihren Team-Gefährtinnen Birhane Dibaba (2:23:58) und Ruti Aga (2:24:41).

Als beste Deutsche wurde Katharina Heinig aus Frankfurt/Main in persönlicher Bestzeit von 2:28:34 Stunden Fünfte. "Das rollte heute einfach. Berlin ist geil, das ist der Hammer", sagte die Tochter von Katrin Dörre-Heinig, die vor 22 Jahren in Berlin gewonnen hatte.

Bei idealen Witterungsbedingungen - rund 12 Grad beim Start, sonnig und fast windstill - stürmten die Männer aus der ersten Reihe wie entfesselt los: Den ersten Kilometer sprinteten Kipsang und Co. geradezu in wahnsinnigen 2:40 Minuten - der 1000-Meter-Weltrekord auf der Bahn steht bei 2:12 Minuten. Bei Kilometer 10 lag die Spitzengruppe nach 29:00 Minuten klar auf Weltrekord-Kurs.

Auch bei der Halbmarathon-Marke hielten die Stars an der Spitze das hohe Tempo, sogar die Pacemaker waren da längst ausgestiegen. Vor allem der Kenianer Geoffrey Ronoh drückte vorn auf die Tube, 61:11 Minuten zur Halbzeit - das war 34 Sekunden unter dem Kimetto-Weltrekord. Ronoh konnte bei Kilometer 27 sein Tempo nicht mehr halten und ließ abreißen - Kipsang und Bekele übernahmen die Spitze, am Ende hatte Bekele mehr zuzusetzen.

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