Arnold Fiek kommt bei der U-23-Radmeisterschaft im Hauptfeld an

Der Wiblinger Arnold Fiek hat bei der deutschen U-23-Radmeisterschaft den 49. Platz belegt. Der Burlafinger Marius Jessenberger wurde 19.

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Arnold Fiek verbraucht in Landshut früh seine Kräfte.  Foto: 

Arnold Fiek hatte sich am Sonntagmorgen viel vorgenommen für die U-23-Meisterschaft der deutschen Nachwuchsradrennfahrer. Eine Top-Fünf-Platzierung sollte es werden, doch der 18-jährige Wiblinger zahlte im Trikot des Team Rothaus reichlich Lehrgeld. 21 Runden á elf Kilometer waren in Landshut zu fahren, schon früh gab es etliche Ausreißversuche. Fiek ging jeder Gruppe hinterher, konterte jeden Angriff - und verbrauchte so schon zur Rennhälfte viel Kraft. "Er hat gut gearbeitet, leider zu viel", bemängelte sein Trainer und Vater Thomas Fiek. Die entscheidenden Attacken vermochte Arnold Fiek, der als einziger Fahrer seiner Mannschaft das Ziel erreichte, dann nicht mehr mitzugehen. Am Ende hatte er auf Platz 49 im Hauptfeld fast fünf Minuten Rückstand auf den Überraschungssieger, Rick Zabel vom Team Rabobank Continental. Für den 19-jährigen Sohn des ehemaligen Sprintstars Erik Zabel war es der erste große Erfolg in seinem ersten Jahr im Erwachsenenbereich. Der Burlafinger Marius Jessenberger, dessen Heimatverein der SSV Ulm 1846 ist, fuhr im Trikot des Teams Heizomat auf Platz 19.

"Natürlich bin ich enttäuscht. Irgendwann war der Tank leer", sagte Arnold Fiek, der seine Leistung selbstkritisch einordnete. Besonders taktisch habe er in Landshut viel dazugelernt. Er sei aber nicht der einzige Favorit gewesen, der abgehängt worden sei. Auch Vater Thomas ging nicht zu hart mit seinem ambitionierten Sohn ins Gericht: "Er hat alles gegeben. Im Ziel haben seine Knie gezittert, die Laktatwerte waren im Grenzbereich. Wir schauen nach vorn." Nach vorn heißt besonders auf das nächste Wochenende. Dann steht das Finale in der U-23-Bundesliga in Heilbronn an. Arnold Fiek liegt in der Jungwertung vor dem letzten Rennen aussichtsreich auf dem vierten Gesamtrang. "Es ist noch alles offen", sagt Fiek. Anschließend will er mit Starts bei einigen Kriterien seine erste Saison beim Team Rothaus ausklingen lassen.

Genau solch ein Rennen diente Arnold Fiek am Sonntagnachmittag zum Frustabbau. Auf der Heimreise hielt er mit seinen Eltern Thomas und Yvonne in Freising, startete beim Volksfestkriterium und wurde 13. Gestern kam eine weitere Ablenkung dazu: Das neue Schuljahr auf einer Berufsschule in Ulm hat begonnen. Arnold Fiek will seine Mittlere Reife machen.

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