Angelique Kerber nicht zu stoppen

Angelique Kerber hat ihren Siegeszug fortgesetzt und steht zum zweiten Mal nach 2013 im Halbfinale des WTA-Turniers in Stuttgart.

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Die Faust der Siegerin: Angelique Kerber.  Foto: 

Die formstarke Weltranglisten-14. Angelique Kerber aus Kiel setzte sich in Stuttgart in der Runde der letzten Acht mit 6:3, 6:2 gegen Jekaterina Makarowa (Russland/Nr. 8) durch und feierte ihren neunten Sieg in Folge.

Nach 61 Minuten verwandelte Kerber, die am Donnerstag die topgesetzte Titelverteidigerin Maria Scharapowa (Russland) entzaubert hatte (wir berichteten), in dem Linkshänderinnen-Duell ihren zweiten Matchball und wurde von den 5000 Zuschauern gefeiert. "Ich bin sprachlos, wie wahnsinnig geil das hier auf dem Centre Court ist", sagte die sichtlich bewegte Kerber, die ihre Formkrise längst überwunden hat: "Ich habe die Freude und Leidenschaft am Tennis wieder gefunden und genieße jede Minute auf dem Platz."

Als letzter deutscher Profi hatte 2011 Julia Görges (Bad Oldesloe) beim Hallensandplatz-Turnier in Stuttgart triumphiert.

Fed-Cup-Spielerin Kerber unterstrich gegen die leicht favorisierte Makarowa erneut ihre großartigen kämpferischen Qualitäten. Zu Beginn waren "Angie", die ihren rechten Oberschenkel getapt hatte, die Strapazen der vergangenen Wochen deutlich anzumerken. Zwölf Tage zuvor hatte sie das Turnier in Charleston/South Carolina gewonnen und war dann in einer wahren Odyssee über sechs Stationen zum Fed-Cup-Halbfinale nach Russland (2:3) gereist.

Kerber geriet gegen Makarowa schnell mit 0:3 in Rückstand, wurde dann aber sicherer. Die nächsten sieben Spiele gewann die Lokalmatadorin, die sich im ersten Satz gerade einmal drei unbedrängte Fehler leistete. Auch danach ließ die Wimbledon-Halbfinalistin von 2013 nicht locker und führte schnell mit 5:2.

Für Aufregung hatte gestern eine Morddrohung gegen Simona Halep (Rumänien) via Twitter gesorgt. Ein Turniersprecher bestätigte, nachdem zuvor bereits die Sicherheitsvorkehrungen für die 23-jährige Halep erhöht worden waren. "Ich kann das nicht kommentieren. Ich bin hier, um gut Tennis zu spielen. Andere Leute werden sich darum kümmern", sagte Halep nach dem 6:4, 6:4 im Viertelfinale gegen Sara Errani (Italien).

Die an Position zwei gesetzte Rechtshänderin hat in dieser Saison bereits die Turniere in Shenzhen, Dubai sowie Indian Wells gewonnen und wird in der neuen Weltrangliste ab Montag um einen Rang auf Platz zwei klettern. Wozniacki ließ Carla Suarez Navarro (Spanien) beim 6:0, 6:3 keine Chance.

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