Adler Mannheim zum 7. Mal deutscher Eishockey-Meister

Die Adler Mannheim haben sich zum deutschen Eishockey-Meister gekürt. Der Favorit gewann das sechste Playoff-Finalspiel in Ingolstadt mit 3:1.

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Kein Halten mehr: Nach dem 3:1 mit dem Schlusspfiff feierten die Mannheimer den ersten Meistertitel seit 2007.  Foto: 

Die Adler Mannheim haben den ERC Ingolstadt vom Eishockey-Thron gestoßen und sich selbst nach acht Jahren wieder zum deutschen Meister gekrönt. Der Vorrundenerste der Deutschen Eishockey Liga (DEL) setzte sich im hart umkämpften sechsten Play-off-Finale beim Titelverteidiger mit 3:1 (0:0, 1:1, 2:0) durch und machte mit dem vierten Sieg in der Best-of-seven-Serie seinen insgesamt siebten Triumph perfekt. Kurtis Foster (32.), Andrew Joudrey (44.) und Jonathan Rheault (60.) erzielten vor 4815 Zuschauern in der ausverkauften Saturn-Arena die Tore für das Team um den früheren NHL-Star Jochen Hecht.

Für den 37-Jährigen schloss sich ein Kreis: 1997 und 1998 hatte er bereits mit den Adlern den Titel gewonnen, ehe er in Nordamerika Karriere machte. Nach 892 NHL-Spielen kehrte der Ex-Nationalspieler in seine Heimatstadt zurück und stemmte noch einmal den Silberpokal der DEL in die Höhe.

"Ich glaube, wir sind ein würdiger Sieger. Ich liebe diese Truppe, das ist Wahnsinn", sagte ein strahlender Mannheimer Ronny Arendt. "Jetzt wird erst mal ausgerastet." ERC-Torhüter Timo Pielmeier war erwartungsgemäß enttäuscht: "Zu feiern gibt es nichts, wir sind Zweiter. Wir können nicht zufrieden sein", sagte der Goalie. "Aber wir sind wieder ins Finale gekommen, wir brauchen den Kopf nicht in den Sand stecken." Nur Christoph Gawlik (29.) traf für die Oberbayern.

Im Duell der beiden deutschen Nationaltorhüter stand aber zunächst Timo Pielmeier im Blickpunkt. Der Ingolstädter Goalie verlor hinter dem eigenen Tor den Puck, doch Yip nahm das Geschenk nicht an (4.). Dann fabrizierte ERC-Verteidiger Benedikt Kohl beinahe ein Eigentor (6.). Die Adler Mannheim begannen mit dem Schwung der letzten beiden Siege druckvoll.

Pielmeiers Gegenüber Dennis Endras geriet erstmals richtig ins Schwitzen, als die Gastgeber in zwei Powerplay-Situationen zu ihren ersten Chancen kamen. Dann traf Christoph Gawlik, der Siegtorschütze im siebten Finale 2014, im zweiten Versuch.

Aber Mannheim antwortete prompt: Jochen Hechts Rückpass verwertete Kurtis Foster zum zweiten Powerplay-Tor der Adler im Finale - im 28. Versuch. Zu Beginn des Schlussdrittels erhöhten die Adler den Druck und wurden belohnt.

Die Mannheimer um Kapitän Marcus Kink feiern heute nach dem Empfang beim Oberbürgermeister Peter Kurz mit einem Autokorso durch die Stadt. Morgen steigt die Meisterparty in der SAP-Arena. Dort fieberten schon gestern Abend mehr als 10 000 Adler-Fans beim Public Viewing mit.

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