Achtmal Gold: Kanuten räumen bei WM kräftig ab

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Mit einem Medaillensegen bei ihrer Heim-WM haben die deutschen Kanuten Erinnerungen an die glorreiche Vergangenheit geweckt. Allein in den olympischen Disziplinen steuerten die Paddler von Bundestrainer Reiner Kießler in Duisburg dreimal zu Gold, dreimal zu Silber und einmal zu Bronze. Unter dem Strich stand sogar eine bessere Ausbeute als bei den bereits so erfolgreichen Sommerspielen 2012 in London. Und das, obwohl die medaillenverwöhnten Spitzenkanuten ihr Trainingspensum in der nacholympischen Saison deutlich zurückgefahren hatten.

"Wir haben uns vieles erhofft, aber das war mehr als erträumt. Dass es am Ende so ausgeht, hätte niemand gedacht. Das lag außerhalb des Vorstellbaren", schwärmte Verbandspräsident Thomas Konietzko. Max Hoff im Kajak-Einer sowie die Duos Max Rendschmidt/Marcus Groß und Franziska Weber/Tina Dietze jeweils im Kajak-Zweier sicherten den Paddlern dreimal WM-Gold über die olympischen Strecken. Zu weiteren fünf Titeln fuhren der Männer-C4, Canadier-Ass Sebastian Brendel (5000 Meter), Kajakpilot Tom Liebscher (500 Meter) sowie jeweils über 200 Meter Robert Nuck/Stefan Holtz (C2) und nochmals das Vorzeigeduo Weber/Dietze (K2).

Die Gesamtbilanz mit achtmal Gold, sechsmal Silber und zweimal Bronze entzückte alle im Lager des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV). "Ich bin ein wenig sprachlos", gestand Bundestrainer Reiner Kießler. Sportdirektor Jens Kahl erkannte drei Jahre vor Olympia 2016 bereits "wahnsinnige" Aussichten. "Natürlich gibt das viel Hoffnung für Rio. Die Ergebnisse zeigen, dass unser Konzept stimmt, dass unser Weg ein guter ist."

Eine Schwachstelle des Deutschen Kanu-Verbandes bleibt allerdings der Sprintbereich. Über 200 Meter schafften es nur drei von sieben Booten in die Finals. Gleich in drei von vier olympischen Disziplinen verfehlten die DKV-Paddler die Endläufe.

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