"Ich will unter die Top Ten kommen"

Oft schon konnte Stephan Keppler seine Klasse andeuten, der richtige Durchbruch bei den Alpinen ist dem Speed-Spezialisten aber noch nicht gelungen. Häufig wurde der 30-Jährige von Verletzungen geplagt.

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Stephan Keppler will es sich und seinen Trainern beweisen. Foto: dpa

Herr Keppler, heute findet der WM-Auftakt bei den Herren statt. Sie vertreten mit Tobias Stechert zusammen die deutschen Farben. . .

STEPHAN KEPPLER: Ich freue mich schon sehr, dass sie mich hier starten lassen. Ich hab die Qualifikation ja eigentlich klar verpasst.

Alpindirektor Wolfgang Maier sagte, Sie hätten sich den Start auf dem Gnadenweg hart verdient, auch weil Sie aufgrund von Verletzungen erst im vergangenen Oktober ins Schneetraining einsteigen konnten. Wie sehen Sie seither die Entwicklung?

KEPPLER: Den ganzen Winter über hatte ich zwar richtig gute Zwischenzeiten, aber ich habs einfach nicht optimal bis ins Ziel hinbekommen.

Woran liegt dies?

KEPPLER: Die letzten Wochen bin ich oft schlampig gefahren. Vor der WM haben wir in Garmisch-Partenkirchen daher speziell ein Riesenslalom-Training bei tollen Bedingungen durchgezogen. Da wurde der Schwerpunkt auf die Technik gesetzt, damit ich besser überm Ski stehe, so konnte meine Haltung korrigiert werden.

Was darf man denn von Ihnen bei der WM erwarten?

KEPPLER: Ich will ein gutes Ergebnis einfahren, auch um meine Trainer zu bestätigen, weil sie mich mitgenommen haben.

Und was ist Ihrer Meinung nach ein gutes Ergebnis?

KEPPLER: Unter die Top Ten will ich schon kommen, das ist mein Ziel.

Sie kennen bereits die Strecke, wie ist Ihr Eindruck?

KEPPLER: Der Kurs ist zwar schnell gesetzt, aber der Hang ist nicht sonderlich steil. Man muss eine saubere Linie wählen, wenn man dann durchkommt, kann man schon sehr schnell sein.

Haben Sie etwas verändert im Vergleich zu den letzten Rennen?

KEPPLER: Hier werde ich einen ganz anderen Ski, ein ganz anderes Modell fahren als zuletzt in Kitzbühel. Das ist auch eine Erkenntnis aus dem Training in Garmisch. Insgesamt fühle ich mich fit, auch wenn sich eine ältere Sprunggelenksverletzung bemerkbar macht und erst jetzt weh tut.

Sie haben seit längerem Ihren Lebensmittelpunkt nach München verlegt. Gibt"s noch Kontakte in die Heimat nach Ebingen?

KEPPLER: Ja, klar. Mein Vater und meine Brüder leben noch in Ebingen.

Haben Sie auch noch Kontakte zu anderen Sportlern in der Heimat?

KEPPLER: Ja, zu ehemaligen Handballern. Ich habe ja bis zum 14. Lebensjahr Handball gespielt.

In Balingen oder in Weilstetten?

KEPPLER (lacht): Beim TSV Lautlingen.

Zurück zum Skisport: Wenn man sich den ganzen Trubel in Schladming anschaut, wie empfindet man dies als Aktiver?

KEPPLER: Man ist nervöser als sonst. Das ist schon etwas Besonderes, wenn im Ziel ein Hexenkessel mit über 30 000 Zuschauern wartet. Die Österreicher sind einfach ski-verrückt, hier wirds wohl ähnlich werden wie in Kitzbühel.

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