"Ein Skifest mit Herz"

Hektisches Treiben im engen Ennstal: Nach fünfjähriger Vorbereitungszeit wird heute in Schladming die Ski-WM der Alpinen eröffnet. Morgen beginnen die Wettbewerbe mit dem Super G der Frauen.

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  • Aufwärmen für die Ski-WM: Tina Maze aus Slowenien kann die Titelkämpfe in Schladming zu einem über und über vergoldeten Erlebnis machen. Foto: dpa 1/2
    Aufwärmen für die Ski-WM: Tina Maze aus Slowenien kann die Titelkämpfe in Schladming zu einem über und über vergoldeten Erlebnis machen. Foto: dpa
  • Thomas Gruber berichtet von der Ski-WM 2/2
    Thomas Gruber berichtet von der Ski-WM
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"Wir wollen eine richtungsweisende und unverwechselbare Ski-WM in der Tradition des österreichischen Ski-Verbandes durchführen!" Das ist der Anspruch an die kommenden zwei Wochen. "Ein Skifest mit Herz" - so der offizielle Slogan - versprechen die Organisatoren der Ski-WM in Schladming. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft häufig eine große Lücke, die manchmal Dimensionen einer Gletscherspalte annehmen.

Unruhig, ja sogar ein wenig nervös sind sie in der Steiermark geworden, denn die Stunden vor der Eröffnungsfeier heute (19 Uhr) sind nicht gerade optimal verlaufen. Zwar waren die Steirer zunächst einmal über den Neuschnee dankbar, da doch manche hässliche braune Stelle neben den Rennstrecken in schönes Weiß verwandelt wurde. Aber mittlerweile war der Flockentanz zu ausgiebig. Prompt musste die für heute angesetzte Hangbefahrung am Schladminger Hausberg Planai für die Super-G-Damen abgesagt werden.

Die 20 Zentimeter dicke Neuschneedecke stellt den WM-Gastgeber, der schon 180 000 Tickets für die elf Wettbewerbe verkauft hat, vor eine erste Herausforderung. Zu allem Überfluss soll laut Wetterprognose pünktlich zur Eröffnungsfeier der Schnee auch noch in Regen übergehen.

Das erste WM-Rennen, der Super G der Frauen soll dennoch morgen um 11 Uhr gestartet werden. Die deutschen Starterinnen um Frontfrau Maria Höfl-Riesch haben gestern nach einem freien Wochenende im benachbarten Örtchen Haus/Ennstal Quartier bezogen. Die 28-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen, die im vergangenen Sommer bereits an Rücktritt gedacht hatte und in diesem Winter längst nicht so erfolgreich fährt wie die Jahre zuvor, fühlt sich in der Außenseiterrolle wohl. Längst nicht mehr unter dem Druck wie bei der Heim-Weltmeisterschaft vor zwei Jahren unterhalb der Zugspitze will sie locker ihre fünf geplanten Starts angehen. "Sie kann fünfmal Gold gewinnen", schiebt Maria die große Favoritenrolle der Führenden im Gesamt-Weltcup, Tina Maze aus Slowenien, in die Skischuhe.

Die Stimmung im deutschen Lager ist richtig gut, Alpindirektor Wolfgang Maier ist vorsichtig optimistisch, auch wenn Höfl-Riesch zuletzt deutlich schwächelte. "Maria ist unberechenbar", sagt er wohlwissend, wie die 28-Jährige in den vergangenen Jahren nach heftigen Rückschlägen häufig prompt wieder für grandiose Siege sorgte. Erinnert sei zum Beispiel an die Titelkämpfe 2009 in Val d"Isère, als Maria nach vier Pleiten im letzten Rennen Slalom-Weltmeisterin geworden war.

Wenn das Wetter nun noch mitspielt, dann kanns losgehen. Die rund 28 000 Gästebetten in der Region sind laut Veranstalter so gut wie alle belegt. Den Gästen wird dementsprechend auch Drumherum etwas geboten. Im Rahmen der Siegerehrungen wechseln sich täglich Stars ab, die wichtige Après-Ski-Einheizer sein sollen. Den Auftakt macht morgen Austria-Liedermacher Reinhard Fendrich, es folgen noch andere wie Kevin Costner, Nazareth oder etwa Weiß-Mütze DJ Ötzi, der nie weit entfernt ist, wenn im Schnee Party angesagt ist.

Prominenz hat sich natürlich auch angesagt. Der russische Präsident Wladimir Putin will ein Jahr vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi ebenfalls vorbeikommen wie etwa die "steirische Eiche" Arnold Schwarzenegger oder auch Franz Beckenbauer. Ja, dann schau mr mal.

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