Rudern: Reinelt mit Achter knapp geschlagen - Frauen auf Prüfstand

Niederlagen für die Ulmer Ruderer: Maximilian Reinelt wurde mit dem Deutschland-Achter knapp geschlagen, Kerstin Hartmanns Frauenachter steht nach dem verpassten Finale auf dem Prüfstand.

HANSJÖRG KÄUFER, ... |

Der Deutschland-Achter ist erneut dem Weltmeisterboot aus Großbritannien beim Weltcup-Finale in Luzern unterlegen und fährt damit nicht als Favorit zur WM im Aiguebelette (30. August bis 6. September). Im Gegensatz zu der zwei-Längen-Schlappe vor einer Woche in Henley zeigten die Männer um Maximilian Reinelt vom Ulmer Ruderclub Donau (URCD) aber, dass wieder mit ihnen zu rechnen ist. Mit der Winzigkeit von acht Hunderstelsekunden, das sind umgerechnet weniger als 20 Zentimeter, hatten die Briten die Nase vorn. Deutschland sicherte sich den Gesamt-Weltcupsieg.

Es war ein Rennen für die Moral der eine Woche zuvor arg gebeutelten Männer um Maximilian Reinelt. Zwar fand die Crew nicht wie gewohnt ins Rennen sondern reihte sich erst mal an dritter Position ein. Bei Streckenhälfte führten die Briten mit einer halben Länge. Das ist gegen diese Weltklasse-Crew eine ganze Menge. Doch die Deutschen hielten dagegen und kamen den Führenden Schlag für Schlag näher. Und es reichte knapp nicht. „Schade, dass es am Schluss so eng war“, sagte ein erschöpfter aber zufriedener Maximilian Reinelt. Die Crew war sichtlich erleichtert, dass sie an den amtierenden Weltmeistern wieder dran sind. Ab Donnerstag bereitet sich das Team in Kärnten auf die WM vor.

Wie es dagegen mit dem Frauen-Achter nach der deutlichen Pleite im Hoffnungslauf am Samstag und dem letzten Weltcup-Platz weitergeht und ob er vom Deutschen Ruder-Verband (DRV) überhaupt für die WM nominiert wird, steht aktuell noch in den Sternen. „So kurz nach dem Weltcup-Wochenende können wir noch nichts sagen“, erklärte DRV-Sportdirektor Markus Schwarzrock am Sonntag auf Nachfrage. Dass von Ulmer Seite der Wunsch nach einem Zweier-ohne mit Kerstin Hartmann besteht, ist angesichts der Olympia-Teilnahme der URCD-Athletin von 2012 klar. Entschieden wird das aber nicht von der Basis, sondern von den Team-Verantwortlichen auf Bundesebene.

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