Vettel-Fehler verhindert Pole in Spanien - Hamilton vorn

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Pascal Wehrlein kam mit seinem Sauber in der Qualifikation nur auf Rang 15. Foto: Manu Fernandez

Nach einem aufregenden Tag mit einem Motorwechsel und einigen Schreckmomenten hat sich Ferrari-Star Sebastian Vettel ein Happy End in der Qualifikation zum Großen Preis von Spanien selbst verdorben.

Auf dem Weg zu seiner ersten Pole in Barcelona unterlief dem viermaligen Formel-1-Weltmeister am Samstag auf dem Circuit de Catalunya kurz vor Ende des Ausscheidungsfahrens ein folgenreicher Verbremser.

Der WM-Spitzenreiter musste am Ende um 51 Tausendstelsekunden seinem schärfsten Rivalen Lewis Hamilton im Mercedes Startplatz eins für das Rennen am Sonntag überlassen. Für den Briten war es die dritte Pole in Spanien und die 64. seiner Karriere. Er hat nur noch eine weniger als die Legende Ayrton Senna. 

„Ich bin hier so oft schon gefahren. Aber der letzte Sektor ist immer schwierig für mich“, sagte Vettel. Bis zu seinem Fehler lag er vier Zehntelsekunden vor Hamilton. Auf Platz drei fuhr dessen Teamkollege Valtteri Bottas vor seinem finnischen Landsmann Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari. Dahinter folgen die nach ihren Upgrades verbesserten Red Bulls mit Vorjahressieger Max Verstappen und Daniel Ricciardo.

Für Vettel begann der Tag aufregend. Nach dem dritten und letzten Training am Vormittag musste bei seinem „Gina“ getauften Wagen wegen eines Lecks der Motor ausgetauscht werden. „Eigentlich brauchst man drei Stunden dafür. Die Mechaniker haben es in zwei Stunden geschafft. Sogar Kimis Crew hat ausgeholfen“, lobte er.

„Grazie, ragazzi“ („Danke, Jungs“), hatte der Heppenheimer zu Beginn der Qualifikation an sein Team gefunkt. Sekunden später hieß die Schreckensanweisung vom Kommandostand: Auto abstellen. „Seid ihr sicher?“, fragte Vettel zurück. Dann die Entwarnung.

So kommt es am Sonntag gleich am Start zum aufregenden Duell zwischen dem Vierfach-Champion Vettel und dem Dreifach-Weltmeister Hamilton. Die Pole und der Start sind in Barcelona besonders wichtig, da auf dem 4,655 Kilometer langen Kurs nur schwer überholt werden kann.

Vor dem fünften Saisonlauf führt der zweimalige Saisonsieger Vettel (86 Punkte) mit 13 Zählern vor Hamilton, der sich in Spanien für den enttäuschenden vierten Platz vor zwei Wochen in Sotschi revanchieren will. Russland-Sieger Bottas (63), an dessen Wagen ebenfalls der Motor getauscht werden musste, ist Dritter vor Räikkönen (49).

Für Nico Hülkenberg und Pascal Wehrlein kam das Qualifikations-Aus als 13. und 15. im zweiten Abschnitt. Während für Sauber-Fahrer Wehrlein das Ergebnis ein Erfolg war, war Hülkenberg im Renault nach den guten Eindrücken in den Trainingseinheiten am Freitag ernüchtert. „Die Bedingungen haben sich geändert. Unser Auto ist bei Wind anfällig. Und heute ist es windiger und heißer“, sagte er.

Wehrlein war indes zufrieden, nachdem er das erste Mal bei seinem dritten Einsatz für den Schweizer Rennstall den ersten Durchgang des Ausscheidungsfahrens überstanden hatte. „Ich war überrascht, weil unser Update hier sich in Grenzen gehalten hatte“, sagte der 22-Jährige aus Worndorf. „Es war definitiv das Beste, was wir heute machen konnten.“

Held der spanischen Zuschauer war Landsmann Fernando Alonso. Der zweimalige Weltmeister zeigte in seinem schwächelnden McLaren-Hondo eine brillante Leistung und fuhr auf Rang sieben. So weit vorne stand er seit dem Grand Prix in Budapest im Juli 2016 nicht mehr. „Platz sieben ist ein Geschenk“, sagte er. Der 35-Jährige hat als einziger der 20 Fahrer bei keinem Rennen das Ziel erreicht. Am Freitag im ersten Training hatte ein Motorschaden seinen Wagen gestoppt.

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