Vetter schlägt Olympiasieger Röhler beim Speerwurf

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Johannes Vetter setzte sich gegen Thomas Röhler durch. Foto: Heikki Saukkomaa/Archiv

Kraftpaket Johannes Vetter hat Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler in Paris die Show gestohlen und fünf Wochen vor der Leichtathletik-WM ein Achtungszeichen gesetzt.

Mit seinem ersten Sieg auf der Diamond-League-Welttour untermauerte der Olympia-Vierte aus Offenburg seinen Anspruch auf Medaillenplätze. Wenn der 24-Jährige seinen Kumpel Röhler und die restliche nationale Konkurrenz auch am nächsten Sonntag in Erfurt bezwingt, ist der Schützling von Bundestrainer Boris Obergföll zum ersten Mal deutscher Meister.

Vetter siegte im Stade Charléty, wo 2020 auch die EM stattfindet, mit 88,74 Metern vor dem Tschechen Jakub Vadlejch (88,02) und dem deutschen Rekordmann Röhler. Der 25-Jährige aus Jena kam als Dritter auf 87,23 Meter - und war zufrieden. „Nach so einer harten und erfolgreichen Woche hat der Körper einfach nicht mehr hergegeben. Wenn dann zwei, drei PS fehlen, dann fehlt auch ein Stückchen Weite“, sagte Röhler der Deutschen Presse-Agentur vor dem Rückflug am Sonntag. „Riesen-Glückwunsch für Johannes zu seinem ersten Diamond-League-Sieg.“

Vetter kassierte für seinen Erfolg 10 000 US-Dollar (rund 8750 Euro). Röhler hatte zum Saisonauftakt in Doha mit 93,90 Metern deutschen Rekord geworfen. „Dass Johannes dem Thomas Konkurrenz machen kann, hat man ja die ganze Saison über schon gesehen“, sagte Obergföll der dpa. „Aber wer in London WM-Gold will, der muss Thomas schlagen. Und zwei Medaillen bei einer WM - das wäre eine echt geile Nummer.“

Im Dreisprung glänzte Max Heß. Der Chemnitzer belegte mit der Saisonbestweite von 17,07 Metern den dritten Platz und blieb damit nur 13 Zentimeter unter seinem persönlichen Rekord bei seinem EM-Triumph 2016 in Amsterdam. Geschlagen geben musste sich der 20-Jährige nur den Amerikanern Christian Taylor (17,29 Meter) und Will Claye (17,18). Ex-Weltmeister Raphael Holzdeppe enttäuschte im Stabhochsprung als Siebter mit 5,52 Metern.

Eine schlechte Nachricht kam aus Halle: Für Cindy Roleder, Deutschlands beste Hürdensprinterin, ist die WM-Saison schon beendet, bevor sie richtig angefangen hat. Die WM-Zweite und Europameisterin leidet unter einer starken Entzündung des Ischiasnervs, die nicht behandelt werden kann. „Schweren Herzens haben mein Trainer und ich entschieden, dass ich die Saison abbrechen werde. So blöd es auch klingt, aber leider gibt es keine effektive Behandlung des Problems, und mir bleibt nichts anderes übrig, als die Entzündung auszukurieren“, erklärte die 27-Jährige vom SV Halle.

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