Medaillen-Traum geplatzt: DHB-Frauen scheitern bei WM

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  • Susann Müller wurde als beste Spielerin geehrt, der Titeltraum platzte jedoch. Foto: Georgi Licovski 1/7
    Susann Müller wurde als beste Spielerin geehrt, der Titeltraum platzte jedoch. Foto: Georgi Licovski
  • Am Ende waren die Nerven von Kristina Kristiansen (l) und Stine Jorgensen einfach besser. Foto: Georgi Licovski 2/7
    Am Ende waren die Nerven von Kristina Kristiansen (l) und Stine Jorgensen einfach besser. Foto: Georgi Licovski
  • Nach ihren schnellen ersten Toren wird Müller von Stine Jogensen hart gedeckt. Foto: Georgi Licovski 3/7
    Nach ihren schnellen ersten Toren wird Müller von Stine Jogensen hart gedeckt. Foto: Georgi Licovski
  • Von der deutschen Bank kommt permanent Unterstütrzung. Foto: Georgi Licovski 4/7
    Von der deutschen Bank kommt permanent Unterstütrzung. Foto: Georgi Licovski
  • Anja Althaus übernimmt Verantwortung am Kreis. Foto: Georgi Licovski 5/7
    Anja Althaus übernimmt Verantwortung am Kreis. Foto: Georgi Licovski
  • Nadja Nadgornaja nutzt die Räume, die sich aus der engeren Deckung von Müller ergeben. Foto: Georgi Licovski 6/7
    Nadja Nadgornaja nutzt die Räume, die sich aus der engeren Deckung von Müller ergeben. Foto: Georgi Licovski
  • Clara Woltering hilet die Mannschaft mit ihren Paraden immer wieder im Spiel. Foto: Georgi Licovski 7/7
    Clara Woltering hilet die Mannschaft mit ihren Paraden immer wieder im Spiel. Foto: Georgi Licovski
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Aus der Traum von einer Medaille: Deutschlands Handball-Frauen sind bei der WM in Serbien kurz vor dem Halbfinale ausgeschieden. Ein Dutzend Treffer von Susann Müller waren zu wenig, um in Novi Sad die 28:31 (17:17)-Niederlage im Viertelfinale gegen Dänemark zu verhindern.

In den letzten Minuten verspielte die deutsche Mannschaft eine 26:24-Führung und muss nach der ersten Niederlage im siebten Turnierspiel die Heimreise antreten.

"Das ist sehr bitter für uns", fasste Rückraumspielerin Laura Steinbach die Enttäuschung auch ihrer weinenden Mitspielerinnen zusammen. Und Bundestrainer Heine Jensen meinte: "Wir waren heute definitiv nicht gut genug. Am Ende verlieren wir den Mut. Unsere Chancenverwertung kann nicht gut gewesen sein. Letztlich fehlte einfach die Erfahrung."

Dänemark trifft nun im Semifinale auf Brasilien. Der Olympia-Gastgeber hatten ebenso wie die anderen beiden Halbfinalisten Polen und Serbien für faustdicke Überraschungen gesorgt. Der EM-Fünfte bezwang in Belgrad Ungarn mit 33:31 (29:29, 26:26, 12:11) nach zwei Verlängerungen und ist zehn Jahre nach Südkorea das zweite nicht-europäische Team, das in einem WM-Halbfinale steht. Die Asiatinnen hatten 1995 den WM-Titel gewonnen und waren 2003 Dritter geworden.

Die deutschen Handball-Frauen starteten ihr Unternehmen Halbfinale hochmotiviert, aber einmal mehr sehr unglücklich. Zum einen lief der Spielaufbau zunächst unpräzise und nervös. Zum anderen schaffte es das DHB-Team, bis zur Mitte der ersten Halbzeit wieder siebenmal Latte oder Pfosten zu treffen.

Dies gab den Däninnen ihre schärfste Waffe in die Hand: Das Konterspiel. So geriet die deutsche Mannschaft im Schnelldurchgang mit 0:3 (4.), 3:6 (9.) und schließlich 7:11 (18.) ins Hintertreffen. Bundestrainer Jensen reagierte mit einer Auszeit, mahnte seine Spielerinnen zu mehr Konzentration in Angriff und Abwehr sowie größerer Präzision beim Torwurf.

Fortan lief es besser. Nach einem weiteren Zwischentief beim 11:14 (21.) holte der EM-Siebte Tor um Tor auf. Mit ihrem fünften Treffer verkürzte die beste WM-Torjägerin, Susann Müller, auf 13:15 (23.). Und mit drei Toren in den letzten vier Minuten erkämpfte sich die deutsche Mannschaft zur Pause mit 17:17 den ersten Ausgleich.

Nach der Pause markierte Rückraumspielerin Müller beim 18:17 (32.) die erste Führung, die aber nicht lange von Bestand war. Beide Teams waren sich ebenbürtig, weil die deutsche Mannschaft weniger Fehler machte. Bis zu den letzten fünf Minuten, in denen nach dem 27:27 (55.) nur noch ein Treffer gelang. Das war zu wenig für den Sieg.

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