Frisch Auf marschiert, HBW verliert

Die einen sind zu Hause eine Macht, die anderen sind im Abstiegskampf angekommen: Das Abschneiden der württembergischen Bundesligisten könnte nach den ersten drei Partien kaum unterschiedlicher sein.

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Balingens Fabian Böhm hatte sich in Lemgo mehr ausgerechnet.  Foto: 

Der HBW Balingen/Weilstetten konnte seine Stärke in diesem Jahr angesichts zweier Topmannschaften als Gegner in den ersten beiden Partien der Handball-Bundesliga schlecht einschätzen. Doch spätestens seit der 28:30-Niederlage am vergangenen Samstag beim punktlosen TBV Lemgo ist klar, dass es für die Württemberger in dieser Saison ausschließlich um den Klassenerhalt geht. Nach drei Spieltagen ziert der HBW das Tabellenende und steht schon am kommenden Mittwoch beim Heimspiel gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke unter Zugzwang, während sich Frisch Auf Göppingen nach dem 28:22-Pflichtsieg gegen eben diese Lübbecker im oberen Drittel einreiht.

Auch bei Aufsteiger TVB 1898 Stuttgart, der nach seiner zweiten Niederlage im zweiten Spiel auf dem 15. Platz steht, herrscht Zuversicht. Am Mittwoch müssen die selbst ernannten "Wild Boys" zwar zu Tabellenführer MT Melsungen. Doch Coach Thomas König findet, dass das "eine dankbare Aufgabe" ist. "Hier können wir als Außenseiter vielleicht überraschen. Zu Hause gegen Leipzig müssen wir uns dann die ersten zwei Punkte holen." Allerdings mussten die Bittenfelder gestern eine Hiobsbotschaft verkraften: Torhüter Dragan Jerkovic fällt mit einem Mittelhandbruch voraussichtlich sechs bis acht Wochen aus. Als Ersatz stehen die Neuzugänge Yunus Özmusul und Sebastian Arnold bereit.

Die Balinger liefen derweil am Samstag in Lemgo fast die komplette Spielzeit einem Rückstand hinterher. Nach dem 11:14- Halbzeitstand und dem noch deutlicheren 13:20 in der 38. Minute konnte der HBW über 18:23 (45.) erst in der Schlussphase verkürzen, da war es aber zu spät für eine Aufholjagd. "Das Heimspiel gegen Gummersbach und nun das in Lemgo hätten wir eigentlich gewinnen müssen, um die Klasse zu halten", sprach Fabian Böhm Klartext und folgerte aus dem schlechten Saisonstart: "Jetzt müssen gegen Nettelstedt einfach zwei Punkte her."

Doch die Nettelstedter benötigen selbst dringend Zählbares, die 22:28 (12:14)-Niederlage in Göppingen war schon die dritte. Frisch-Auf-Trainer Magnus Andersson sah eine aggressive Gastgeber-Abwehr, aber auch "Phasen mit dummen Fehlern", die die Partie spannend hielten. Erst in der Schlussphase setzten sich die Göppinger mit ihrem umsichtigen Regisseur Zarko Sesum (6 Tore) noch ab. Im Tor überzeugte wieder Primoz Prost. Der slowenische Nationalkeeper unterschrieb vor dem Spiel eine Vertragsverlängerung bis 2018. Jetzt warten am Mittwoch die Rhein-Neckar Löwen auf die Göppinger, die bis Ende Oktober auch Derbys bei Neuling TVB Stuttgart (7. Oktober) und gleich zwei Mal bei den Balingern vor der Brust haben - in der Liga am 19. September und im gestern ausgelosten Pokal am 28. Oktober.

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