Frisch Auf Göppingen teilt sich mit Flensburg beim 28:28 die Punkte

Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen konnte am Dienstagabend im vierten Spiel unter Trainer Aleksandar Knezevic erneut eine Niederlage verhindern. Gegen die SG Flensburg gabs ein 28:28(15:13)-Remis.

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Holger Glandorf vom SG Flensburg beim Wurf.  Foto: 

5000 Zuschauer sahen im ersten Durchgang eine äußerst temperamentvolle Partie. Die Mannschaft von Frisch Auf Göppingen, die auf den erkrankten Daniel Fontaine und den an der Schulter verletzten Michael Thiede verzichten musste, legte los wie die Feuerwehr.

Nach fünf Minuten stand es 3:0 für die Schwaben und in den Reihen des Tabellenführers aus dem hohen Norden sah man die ersten erstaunten Gesichter. Angetrieben vom lautstarken Göppinger Anhang und dem agilen Tim Kneule, der zunächst im rechten Rückraum agierte, behielten die Grün-Weißen den Dreitore-Vorprung bis zur elften Minute aufrecht (6:3). Aber die SG Flensburg-Handewitt, die nicht umsonst ganz oben in der Tabelle steht, kam nun viel besser ins Spiel. Flensburgs alter Schwede Mattias Andersson zeigte nun seine besten Paraden im Kasten der Norddeutschen und seine Kollegen im Feld gingen auch wesentlich konsequenter zu Werke.

Zwei Treffer von Drasko Nenadic und ein Tor von Nationalspieler Holger Glandorf brachten der SG den Ausgleich zum 6:6 (15.). Was Göppingen aber nicht nervös machte. Im Gegenteil, Göppingens Torhüter Primoz Prost steigerte sich und die Abwehr der Schwaben stand bombensicher. Resultat: Diverse Tempogegenstöße, die postwendend in Tore umgemünzt wurden. In der 22. Minute führte Frisch Auf Göppingen 12:7 und die Frisch-Auf-Fans witterten Morgenluft. Zu früh, denn Flensburg ließ sich nicht abschütteln. So ging Frisch Auf mit zwei Toren Vorsprung in die Pause (15:13).

Auch in der zweiten Halbzeit sahen die Fans ein Spiel auf hohem Niveau mit viel Tempo. Die Gäste von der dänischen Grenze war keineswegs gewillt, etwas freiwillig herzugeben. Der Gastgeber aber ebenso wenig. Frisch Auf kämpfte um jeden Ball und wurde belohnt. Als Felix Lobedank in der 41. Minute zum 20:17 einnetzte, schien es so, als ob Göppingen das Spiel nun endgültig im Griff hatte. Aber die Gäste schlugen zurück und kamen durch Holger Glandorf acht Minuten später zum 22:22-Ausgleich.

Ab da kam es zum offenen Schlagabtausch. Knapp fünf Minuten vor Ende gelang es Göppingens Linksaußen Marcel Schiller Frisch Auf mit zwei Toren in Führung zu bringen (27:25). Die Halle tobte und Flensburg schien keine Kraft mehr zu haben. Aber das täuschte: Die Gäste blieben cool und holten sich in der vorletzten Minute durch den sicheren Anders Eggert mit einem Siebenmeter noch den 28:28-Ausgleich. Frisch Auf setzte dagegen, aber Tim Kneule scheiterte in der allerletzten Sekunde an Flensburgs Keeper Mattias Andersson.

Apropos: Bei der Auslosung zum Viertelfinale des DHB-Pokals hatten die Schwaben auch kein Glück. Die Grün-Weißen müssen am 26. Februar bei der sehr starken MT Melsungen antreten.

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