Deutsche Handballerinnen starten mit Sieg in die Heim-WM

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  • Die deutschen Nationalspielerinnen freuen sich über ihren 28:15-Sieg im ersten Spiel gegen Kamerun. Foto: Hendrik Schmidt 1/3
    Die deutschen Nationalspielerinnen freuen sich über ihren 28:15-Sieg im ersten Spiel gegen Kamerun. Foto: Hendrik Schmidt Foto: 
  • Kim Naidzinavicius (l) liegt verletzt am Boden und wird von Kameruns Anne Michelle Essam gehalten. Foto: Hendrik Schmidt 2/3
    Kim Naidzinavicius (l) liegt verletzt am Boden und wird von Kameruns Anne Michelle Essam gehalten. Foto: Hendrik Schmidt Foto: 
  • Jenny Karolius (M) wird bei einem Torwurf von Kameruns Anne Michelle Essam (r) umklammert. Deutschland besiegt zum WM-Auftakt die Afrikanerinnen. Foto: Hendrik Schmidt 3/3
    Jenny Karolius (M) wird bei einem Torwurf von Kameruns Anne Michelle Essam (r) umklammert. Deutschland besiegt zum WM-Auftakt die Afrikanerinnen. Foto: Hendrik Schmidt Foto: 
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Das WM-Aus von Rückraum-Ass Kim Naidzinavicius, die mit einem Kreuzbandriss im linken Knie für das gesamte Heimturnier ausfällt, trübte bei Bundestrainer Michael Biegler die Freude über den sportlichen Maßeinstand seiner Ladies beim 28:15 (12:7)-Erfolg gegen Kamerun.

Biegler stand trotz des souveränen WM-Auftaktsieges der deutschen Handballerinnen mit finsterer Miene in den Katakomben der Arena Leipzig. „Für uns ist das natürlich eine schwierige Situation“, sagte Biegler. „Das ist ein schwerer Schlag für Kim und unsere Mannschaft, aber wir müssen auch für diese Situation Lösungen finden“, kommentierte DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld am Freitagabend die Schock-Diagnose nach einer eingehenden Untersuchung im Krankenhaus.

Biegler hatte das Unheil schon kurz nach dem Spiel geahnt. „Ich kann nur hoffen, dass es nicht so schwerwiegend ist, aber gut sieht es nicht aus. Wir müssen davon ausgehen, dass wir Kim im Turnier nicht mehr zurückbekommen werden“, sagte der sichtlich geschockte Bundestrainer.

Beste Werferinnen für die DHB-Auswahl waren vor 6000 Zuschauern Kapitänin Anna Loerper mit fünf Toren sowie Lone Fischer und Friederike Gubernatis (je 4). „Wir sind sehr glücklich, dass wir erfolgreich in die WM gestartet sind“, sagte Loerper. Nächster Vorrundengegner in der Gruppe D ist am Sonntag (20.30 Uhr) Südkorea.

Nach der offiziellen Endrunden-Eröffnung gab es schon in der 3. Minute den ersten WM-Schock für das deutsche Team: Naidzinavicius musste nach einem Foul verletzt vom Feld getragen und anschließend zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden. „Es wäre dramatisch, wenn wir so früh eine solche Klassespielerin verlieren würden“, sagte Torfrau Clara Woltering. Ihre Befürchtungen bestätigten sich später.

Das frühe WM-Aus der 26-Jährigen vom deutschen Meister SG BBM Bietigheim trifft die DHB-Auswahl hart. Es ist bereits der zweite Ausfall im linken Rückraum, nachdem Emily Bölk wegen einer Fußverletzung zum WM-Auftakt passen musste. Biegler hatte deshalb zunächst nur 15 Spielerinnen in den Endrundenkader berufen, um im Turnierverlauf noch vier statt drei Wechseloptionen zu haben.

Die DHB-Auswahl ließ sich durch die harte Gangart der Kamerunerinnen, die nach 2005 erst zum zweiten Mal bei einer Weltmeisterschaft dabei sind, zunächst nicht beeindrucken. Die Deckung stand gut und die Angriffe wurden zumeist clever ausgespielt. Nach einer Viertelstunde hatte die Biegler-Truppe beim Stand von 8:2 für klare Verhältnisse gesorgt.

Doch Mitte der ersten Halbzeit hielt der Schlendrian Einzug ins deutsche Spiel. Plötzlich wurden beste Chancen vertan und hinten Lücken gelassen, die Kamerun zu nutzen wusste. Beim 9:5 (24.) nahm Biegler sichtlich verärgert eine erste Auszeit, in der er die DHB-Ladies wieder auf Kurs bringen wollte. So richtig gelang dies aber nicht, so dass es nur mit einem Fünf-Tore-Vorsprung in die Pause ging.

Zu Beginn der zweiten Hälfte agierte die deutsche Mannschaft wieder konzentrierter und baute die Führung schnell aus. Beim 22:9 (44.) war die Entscheidung längst gefallen. Im Gefühl des sicheren Erfolges wurden in der Schlussphase die Zügel wieder etwas locker gelassen. „Wir müssen es demnächst schaffen, über 50 Minuten auf Topniveau zu spielen. Das ist uns heute nicht gelungen“, monierte Biegler.

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