Deutsche Handballer stehen nach 29:21 gegen Montenegro im Achtelfinale

Die deutschen Handballer haben bei der WM vorzeitig das selbstgesetzte Ziel erreicht und durch einen 29:21-Sieg gegen Montenegro das Achtelfinale erreicht. Im letzten Gruppenspiel wartet nun Frankreich.

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Grund zur Freude: Die deutschen Handballer haben 29:21 gegen Montenegro gewonnen und das WM-Achtelfinale erreicht.  Foto: 

Das selbstgesetzte Ziel Achtelfinale erreicht, Revanche für die Niederlage in der EM-Qualifikation genommen, Selbstvertrauen getankt und Kräfte geschont - die deutschen Handballer hatten gestern allen Grund, zufrieden zu sein. Entsprechend gelöst waren die Spieler nach dem überzeugenden 29:21 (13:11)-Sieg gegen Montenegro, das weiter auf seinen ersten Sieg bei einer Handball-WM überhaupt warten muss.

"Der Stein, der mir vom Herzen fällt, ist schon riesengroß", gab Martin Heuberger zu. Der Bundestrainer musste seine Akteure vor dem vierten Gruppenspiel im spanischen Granollers nicht extra motivieren. Die bittere 27:31-Niederlage im November in der EM-Qualifikation war noch in den Köpfen aller Beteiligter präsent.

Entsprechend engagiert startete die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) gegen den WM-Neuling. Heuberger vertraute dabei derselben Startformation wie am Tag zuvor beim 31:27-Sieg gegen Argentinien. Für den Held vom Dienstag, Carsten Lichtlein, kehrte Silvio Heinevetter ins Tor zurück. Der Keeper von den Füchsen Berlin zeigte mit neun Paraden seine bislang beste Turnierleistung und war ein wichtiger Faktor hinter der Abwehr.

Die präsentierte sich deutlich stabiler als in den ersten Spielen. Vor allem der Innenblock mit Oliver Roggisch und Michael Haaß stand sicher und ließ deutlich weniger Treffer der Rückraumschützen als gegen die bisherigen Gegner zu. "Wir haben es geschafft, eine Abwehr zu stellen, die agiert und nicht nur reagiert", sagte der Göppinger Haaß, der drei Tore erzielte und zum Spieler der Partie gewählt wurde.

Dank der guten Defensive kamen die Außenspieler Dominik Klein und Patrick Groetzki immer wieder zu schnellen Gegenstoßtoren. Allerdings ließen sich die Montenegriner, die auf den verletzten Ex-Göppinger Drasko Mrvaljevic verzichten mussten, nicht abschütteln. Bis zum 8:8 nach 20 Minuten blieben sie, auch dank vier Treffer von Fahrudin Melic, mit insgesamt sieben bester Werfer der Mannschaft von Coach Zoran Kastratovic, dran.

Innerhalb von vier Minuten setzte sich die DHB-Auswahl dann auf 12:8 ab, kassierte jedoch bis zur Pause noch drei Tore, ehe Tobias Reichmann den 13:11-Pausenstand erzielte. Als die Teams aufs Feld zurückkehrten, überstand die deutsche Mannschaft eine frühe Zeitstrafe gegen Steffen Weinhold unbeschadet und erzielte in Unterzahl durch einen von Haaß herausgeholten und von Kevin Schmidt verwandelten Siebenmeter das 15:14. Anschließend hatte die Abwehr ihre beste Phase und kassierte zehn Minuten lang kein Gegentor. Es dauert bis zur 45. Minute, ehe Vladimir Osmajic den nächsten Treffer für sein Team erzielte. Zu diesem Zeitpunkt führte der Weltmeister von 2007 bereits mit 21:15.

Die restlichen Minuten nutzte Heuberger, um bis auf Lichtlein allen Akteuren im Kader Einsatzzeiten zu geben. Dabei konnte sich als einziger Feldspieler Abwehrchef Roggisch nicht als Torschützen auszeichnen. Zwar kam Montenegro noch auf 20:25 (54.) heran, mehr war gegen die souverän aufspielende Heuberger-Truppe nicht drin.

Die deutsche Mannschaft hat nun einen Tag Zeit zur Regeneration, bevor es morgen um 18.15 Uhr (ARD) auf Frankreich trifft. Mit einem Sieg gegen den Titelverteidiger und Olympiasieger wäre sogar der Gruppensieg drin. Im Falle einer Niederlage könnte Deutschland im schlechtesten Fall Dritter werden. Egal mit welcher Platzierung es ins Achtelfinale geht, fest steht, dass dieses am Sonntag stattfindet.

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