Dämpfer für den Europameister

Ernüchterung nach der Gala, die deutschen Handballer sind auf dem harten Boden der Realität gelandet: Die Auswahl des Deutschen Handballbundes verlor ihr zweites Testspiel gegen Katar in Berlin mit 24:26 (11:14) und musste sich erstmals als Europameister geschlagen geben.

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Linksaußen Rune Dahmke erzielte gegen Katar drei Tore.  Foto: 

Zwei Tage zuvor hatte die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson den Vize-Weltmeister in Leipzig noch mit 32:17 aus der Halle gefegt. "Meine Leistung hat bei weitem nicht herangereicht an die von Freitag", ergänzte Torwart Andreas Wolff: "Das geht mir schon sehr nahe, das ist wieder eine verpasste Chance, sich für Olympia in Rio zu zeigen." Genau diese Einstellung kritisierte Sigurdsson. "Wenn man dauernd gefragt wird, ob das hier ein Olympia-Casting ist, dann verliert man irgendwann den Kopf", sagte der Isländer, der mit der Leistung seiner Spieler "sehr unzufrieden" war.

Katar kam besser in die Partie, führte mit 5:3 (11.) und 7:6 (15.). Die Gäste spielten variabler, hatten wenig Probleme mit dem vorgezogenen Patrick Groetzki und ließen Andreas Wolff einige Male schlecht aussehen. Erst in der 18. Minute gelang dem deutschen Team der Ausgleich zum 7:7 durch Gensheimer. Das Spiel blieb offen. Sigurdsson wechselte munter durch, ohne vorne das richtige Rezept gegen die kompakte Abwehr zu finden. Zu oft scheiterten seine Schützlinge am katarischen Schlussmann Ahmed Abdelrhem. Kurz vor der Pause kam Carsten Lichtlein. Der Routinier hielt gleich einen Siebenmeter, sodass es mit 11:14 in die Pause ging. Im zweiten Durchgang hielt Katar die Führung mit 18:12 (36.) und 23:17 (50.) konstant. Die zuvor so gelobte deutsche Abwehr fand kein Mittel gegen die wuchtigen Würfe aus dem Rückraum der Katarer, die ihre Ambitionen auf eine Olympia-Medaille unterstrichen.

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