Angola kein Stolperstein

Die deutschen Handball-Frauen halten bei der WM ihren Erfolgskurs. Im Achtelfinale gewann der EM-Siebte gegen Angola mit 29:21.

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Lange Zeit taten sich die deutschen Handballerinnen (hier Anna Loerper) gegen Angola schwer. Foto: afp

Die deutschen Handball-Frauen kommen bei der WM in Serbien ihrem Traum von einer Medaille näher. Nach schwachem Auftakt gewann der EM-Siebte gestern in Novi Sad das Achtelfinale gegen Angola mit 29:21 (13:10) und steht erstmals seit 2007 wieder in einem WM-Viertelfinale, das am Mittwoch ausgetragen wird.

Vor rund 1000 Zuschauern warf Laura Steinbach (6) die meisten Tore für die deutsche Mannschaft, die sich mit dem sechsten Sieg im sechsten Spiel nach zähem Beginn eindrucksvoll für die WM-Niederlage gegen den Afrikameister vor zwei Jahren revanchierte.

Nach einem Ruhetag zwischen Vorrundenabschluss und Achtelfinale fanden die deutschen Spielerinnen nur schwer in die Partie. Dem 1:0 (2.) ließ die DHB-Auswahl ein Fehlerfestival folgen. Vor allem beim Torwurf sündigte das Team von Bundestrainer Heine Jensen am laufenden Band. Bis zum 2:5-Rückstand (8.) hatten die Spielerinnen um Top-Torjägerin Susann Müller fünfmal Latte oder Pfosten getroffen. Selbst die beste Werferin des Turniers vom HC Leipzig warf einen Siebenmeter ans Holz.

Dennoch behielt die deutsche Mannschaft die Nerven. In der 15. Minute sorgte Spielmacherin Kim Naidzinavicius für das 7:6. Danach bekam der EM-Siebte das Spiel besser in den Griff, ohne jedoch zu glänzen. Nach dem 8:8 (18.) verhinderte das DHB-Team auch dank starker Paraden von Torhüterin Clara Woltering, die in der ersten Halbzeit vier Siebenmeter vereitelte, zehn Minuten lang einen Treffer des Afrikameisters.

Im Gegenzug setzte sich die deutsche Mannschaft auf 12:8 (27.) ab. Doch weitere Holztreffer verhinderten eine höhere Führung, so dass der EM-Siebte mit einem 13:10 in die Pause ging.

Eine ähnliche Blamage wie bei der 22:25-Niederlage gegen Angola vor zwei Jahren wollte sich der EM-Siebte nicht noch einmal erlauben. Mit dem anfangs vermissten Schwung und viel entschlussfreudiger startete die DHB-Auswahl furios in die zweite Halbzeit und setzte sich vorentscheidend auf 17:11 (34.) ab. Damit war der Bann gebrochen und die deutsche Mannschaft erspielte sich souverän den sechsten Sieg im sechsten WM-Spiel.

Nun reifen die Medaillen-Träume bei den DHB-Frauen, die mittlerweile etwas gefestigter erscheinen.

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