Achtelfinale gebucht

So hatten sich die deutschen Handballer das vorgestellt: Mit der geglückten Revanche gegen Montenegro hat das Team bei der Weltmeisterschaft in Spanien das Achtelfinale erreicht.

|

Die deutschen Handballer gehören bei der WM in Spanien zu den Top 16. Mit einer Energieleistung und einem fast unüberwindbaren Abwehrriegel besiegte der EM-Siebte am gestrigen Mittwoch in Granollers Angstgegner Montenegro mit 29:21 (13:11). Durch den dritten Sieg im vierten Spiel der Vorrundengruppe A hat sich die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) wie erhofft vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert. Montenegro bleibt weiterhin ohne Punktgewinn.

Mit einem Sieg im abschließenden Vorrundenspiel am kommenden Freitag (18.15 Uhr/ARD) gegen Weltmeister Frankreich kann das Team von Bundestrainer Martin Heuberger den zweiten Gruppenplatz sicherstellen und auf einen leichteren Achtelfinalgegner hoffen. Vor rund 3700 Zuschauern warf Dominik Klein vier Tore.

"Der Druck war da, schließlich hatte Montenegro die letzte Chance. Wir haben in der Abwehr Beton angerührt, das war die Grundlage", sagte Heuberger, und Klein ergänzte nach dem Erfolg: "Wir genießen diese Belohnung, die wir uns hart erarbeitet haben." Der Held des deutschen 31:27-Sieges gegen Argentinien am Vortag musste gegen Montenegro wieder auf der Bank Platz nehmen.

Bundestrainer Heuberger setzte in seiner Startformation auf Silvio Heinevetter als Nummer 1 im Tor statt Carsten Lichtlein. "Wir haben zwei gute Torhüter dabei. Ich habe immer gesagt, dass Silvio Heinevetter die Nummer 1 ist", erklärte Heuberger. Lichtlein nimmt die Rangordnung an, ohne zu murren. "Wenn ich komme, muss ich 100 Prozent da sein. Wenn "Heine" gut hält, freue ich mich auch. Das Team muss zwei Punkte holen, egal wer im Tor steht", sagte der Lemgoer. Und weiter: "Wir sind zwei verschiedene Typen. Ich ergänze mich sehr gut mit "Heine". Das ist wichtig und das sieht man, glaube ich, auch."

In jeder Auszeit diskutierten die beiden Schlussleute über das Wurfverhalten der Montenegriner. Wie das ganze Team hatten die beiden Torhüter nur eins im Sinn: Revanche nehmen für die 27:31-Niederlage in der EM-Qualifikation in Mannheim im November. "Wir haben daraus gelernt, dass man mit einer grottenschlechten Leistung gegen niemanden gewinnen kann. Vielleicht war das Spiel in Mannheim ganz gut für dieses Turnier", sagte Oliver Roggisch. Der Kapitän war der Schlüsselspieler in der vierten WM-Partie. Als Abwehrchef hielt er die Deckung zusammen. Zudem entlastete die Defensive so Keeper Heinevetter. Roggisch, Spielmacher Michael Haaß und ihre Nebenleute sorgten mit ihrer Abwehr maßgeblich dafür, dass sich die deutsche Mannschaft auch dank zahlreicher Konter auf 12:8 (24.) absetzen konnte. "Es war fantastisch, was Haaß und Roggisch im Innenblock geleistet haben", lobte Heuberger.

Der Bundestrainer blieb dabei seiner bisherigen Linie treu und wechselte Teile seiner erfolgreichen Startformation aus und brachte frische Kräfte. Doch damit nahm er der Abwehr die Stabilität und dem Angriff die Durchschlagskraft. Drei Gegentreffer in Serie waren die Folge und zur Pause stand mit dem 13:11 lediglich ein Zwei-Tore-Vorteil zu Buche. "Wir haben für fünf Minuten unser Konzept verloren, sonst wäre die Führung deutlicher", sagte Roggisch.

Auch nach der Pause blieb es zunächst ein zähes Ringen. Montenegro glich beim 13:13 (35.) aus. Doch das deutsche Team behielt die Nerven, zog durch sieben Treffer in Serie auf 21:14 (43.) davon und verschaffte sich damit den spielentscheidenden Vorteil.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Zwölf Namen für die neuen Ulmer Straßenbahnwagen

Die neuen Straßenbahnwagen der Linie 2 werden nach Männern und Frauen benannt, die mit Ulm in Verbindung stehen. So war es auch schon beim Combino. weiter lesen