Vöhringen unterliegt Reichenbach und verliert den Anschluss

Vöhringen hat beim TV Reichenbach mit 26:34 verloren und damit fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Nun sind die SC-Handballer in akuter Abstiegsgefahr. Blaustein ist indessen fürs Spitzenspiel gerüstet.

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Jan Schaden (r.) löste seine Aufgabe als Spielmacher gut.  Foto: 

Die Handballer des SC Vöhringen taumeln Richtung Landesliga. Das Team von Trainer Stefan Schramm unterlag beim direkten Tabellennachbarn TV Reichenbach mit 26:34 (12:16) und hat acht Spieltage vor dem Saisonende sieben Minuspunkte mehr als Reichenbach auf dem Konto, das momentan bei einer Partie weniger auf dem Relegationsplatz liegt. Viele Chancen, um den Rückstand aufzuholen, bieten sich Vöhringen, das auswärts noch keinen Sieg einfahren konnte nicht mehr. Dabei begannen die Rot-weißen in Reichenbach gut und lagen von Beginn an in Front. In der 13. Minute erzielte Lukas Koßbiehl das 7:4 für Vöhringen. Danach kamen aber die Hausherren, die vergangene Woche mit 31:26 in Langenau gewonnen haben, besser ins Spiel. Fabian Tonn traf in der 23. Minute zur ersten TV-Führung (9:8). Kurz vor der Halbzeit dann ein kleiner Zwischenspurt der Mannschaft von Daniel Hebisch, der im 16:12-Halbzeit-Stand durch den achtfachen Torschützen Hannes Gerdes-Röben mündete. Die Pausenansprache von Schramm brachte keine Besserung. Im Gegenteil: Die Reichenbacher, die sich in der Weihnachtspause erheblich verstärkt haben und mit dem Hinrunden-Team nicht mehr viel gemein haben, zogen Tor um Tor davon. In der 39. Minute betrug der Rückstand des SC erstmals acht Tore. Näher bis auf sechs Treffer kamen die Gäste trotz aller Bemühungen nicht mehr heran und traten letztlich mit einem 26:34 die Heimreise an.

Der TSV Blaustein ist indessen bereit für das Gipfeltreffen mit dem TSV Zizishausen am kommenden Samstag in eigener Halle. Beim Tabellenletzten gab sich die Mannschaft von Trainer Tim Graf keine Blöße und siegte dank einer starken Schluss-Viertelstunde (12:4) letztlich standesgemäß mit 36:27 (11:10). Allerdings taten sich die Blausteiner eine Dreiviertelstunde lang schwer und führten gerade mal mit einem Treffer Unterschied (24:23). In den letzten 15 Minuten stand die Abwehr deutlich besser, so dass ein Ausrutscher vermieden wurde und dem Spitzenspiel nichts mehr im Weg steht. Zizishausen schlug am Sonntag Unterensingen 27:24 und liegt mit zwei Punkten mehr vor dem TSV auf Platz eins.

Ähnlich schwer wie Blaustein, allerdings über die gesamte Spielzeit hinweg, tat sich die HSG Langenau/Elchingen gegen die HSG Winzingen/Wißgoldingen. Die Mannschaft von Trainer Hartwig Schenk zitterte sich unnötigerweise zu einem 31:30 (16:17)-Sieg gegen die Gäste, die zuletzt drei Erfolge in Serie feiern konnten. Dabei musste die HSG neben dem Langzeitverletzten Marco Mannes kurzfristig auf Louis Heinrich und Patrick Fischer verzichten. So musste Jan Schaden die meiste Zeit über Regie im Angriff führen, was der etatmäßige Kreisläufer solide löste. Trotzdem konnten sich die Langenauer erst zehn Minuten vor dem Ende auf 30:26 absetzen. Unnötige Ballverluste, eine schlechte Wurfauswahl, vergebene Chancen und zwei verworfene Siebenmeter ließen die Gäste aber noch einmal am Punktgewinn schnuppern. Immerhin stimmte bei den Hausherren die kämpferische Einstellung, so dass der Sieg über die Zeit gerettet wurde. Ganz bitter für Langenau: Top-Torschütze Felix Junginger verletzte sich am Sprunggelenk und droht, längere Zeit auszufallen.

Der TV Gerhausen unterlag zuhause dem HV RW Laupheim mit 20:26 (10:11). Dabei war von der in den vergangenen Wochen hochgelobten TV-Abwehr wenig zu sehen. Vor allem Tim Rodloff (neun Treffer) und den 15-fachen Torschützen Constantin Striebel (sechs Siebenmeter) bekamen die Spieler von Coach Thomas Weberruß nicht in den Griff. Im Angriff wurden zudem zu viele Chancen liegen gelassen. Unter anderem vergab Gerhausen drei Siebenmeter. So setzten sich die Laupheimer bis zur Mitte der zweiten Halbzeit auf 22:16 ab. Ein Rückstand, den der TV nicht mehr verringern konnte.

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