Vöhringen top - Hofmeister verlässt Blaustein

Beim SCV läuft es seit dem gesicherten Klassenerhalt so rund, dass zum Ende der Saison noch einmal neue Ziele ausgerufen wurden. Beim TSV Blaustein sorgte Trainer Stephan Hofmeister für eine Überraschung.

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George Stanciu (li.) erhielt nicht nur reichlich Einsatzzeit beim SC Vöhringen, sondern erzielte auch drei Treffer. Foto:OliverSchulz

Die Nachricht kam nach dem Spiel völlig überraschend: Noch in der Kabine teilte der Trainer des Handball-Württembergligisten TSV Blaustein, Stephan Hofmeister, seiner Mannschaft mit, dass die soeben erlittene 24:26-Niederlage beim TV Reichenbach die letzte Partie unter seiner Leitung war. Eigentlich hätte der TSV-Coach erst zum Saisonende zum VfL Günzburg wechseln sollen, doch sein künftiger Verein hatte ihn darum gebeten, schon die Jugend-Quali-Spiele zu leiten, die in den kommenden Wochen anstehen. "Aufgrund der bisherigen guten Zusammenarbeit mit Stephan Hofmeister, sind wir seinem Wunsch nachgekommen und haben ihn freigestellt", hieß es vom TSV Blaustein. In den beiden letzten Saisonspielen will ein Vertreter der Abteilungsleitung die Trainerrolle übernehmen, ehe Neu-Coach Alexander Zaiser an Bord kommt.

Im Spiel selbst war der TSV nach dem Ausfall von Niklas Kiechle (Schulterverletzung) und Christoph Spiß (Grippe) nur mit acht Feldspielern angereist, so dass Hofmeister in seinem "Abschiedsspiel" die Alternativen fehlten. Mit 11:10 für Gastgeber Reichenbach war es in die Pause gegangen, doch die Blausteiner vermittelten in keiner Phase das Gefühl, dass sie das Spiel noch an sich reißen würden.

Einen hart umkämpften 24:22 (8:10)-Heimsieg hat der SC Vöhringen in seinem vorletzten Heimspiel der laufenden Spielzeit gegen die HSG Schönbuch gefeiert. Während der SCV seinem zuletzt neu formulierten Minimalziel "ausgeglichenes Punktekonto, positive Torbilanz" damit ein Stückchen näher gekommen ist, schweben die Gäste weiterhin in akuter Abstiegsgefahr und müssen auf den letzten Spieltag hoffen.

Die offensive HSG-Deckung verteidigte leidenschaftlich, und einige gute Einwurfmöglichkeiten blieben am Schönbucher Torwart Matthias Twardon hängen. Nach 20 Spielminuten stand es gerade einmal 6:6. Zur Pause lagen die Gastgeber gar mit 8:10 hinten. Doch beim 11:11 war der Gleichstand schon wieder hergestellt. Beim 20:16 gelang es dem Team von SCV-Coach Lutz Freybott erstmals, eine Vier-Tore-Differenz aufzubauen. Schönbuch rannte verbissen an, profitierte nun vom Überzahlspiel. Beim 20:20 gelang den Gästen noch einmal der Ausgleich. Doch Vöhringen ging abermals mit zwei Toren in Front und rettete diesen Vorsprung ins Ziel. Einziger Wermutstropfen war eine zweifelhafte Rote Karte gegen Sandro Jooß in der Schlussminute, die eine Sperre von zwei Spielen nach sich zieht.

Die HSG Langenau/Elchingen musste eine unnötige 29:32 (14:16)-Niederlage gegen die SG Ober-/Unterhausen einstecken. Nachdem bei Patrick Müller ein Kreuzbandriss diagnostiziert worden war und Hartwig Schenk erkältungsbedingt passen musste, ging der designierte Meister angeschlagen in die Partie.

Dass in Schenk ein wichtiger Schütze fehlte, wurde angesichts vier verworfener Siebenmeter - bei vier gegebenen - deutlich. Die Schiedsrichter trugen mit insgesamt 23 Zeitstrafen ihren Teil zum schwachen Spiel bei. Erfreulich aus Sicht der HSG war das Comeback von Tobias Henseler, der ab der 18. Minute das Tor für Markus Hinkelmann hütete.

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