Söflinger Rechnerei

Ursprünglich waren die Verantwortlichen von Handball-Viertligist TSG Söflingen mal davon ausgegangen, dass es "nur" drei Abstiegsplätze und einen Relegationsplatz in ihrer 16 Mannschaften fassenden Staffel gibt.

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Inzwischen sind aber in der 3. Liga Süd so viele Teams aus Baden-Württemberg ans Tabellenende durchgereicht worden, dass die TSG mindestens Elfter werden muss, um ganz sicher in der Baden-Württemberg-Oberliga zu bleiben. Der Abstand des Tabellenachten von der Donau auf den Zwölften beträgt vor den letzten zwei Spielen nur drei Punkte, so dass die Rechnung klar ist: Einen Punkt brauchen die Söflinger noch, um wirklich für die nächste Saison planen zu können.

Und den soll sie nun ausgerechnet beim Auswärtsspiel am Samstag (19.30 Uhr) in Kenzingen einfahren. Zwar sind die Gastgeber nur 14. und bereits sicher abgestiegen, doch gerade in der Fremde haben sich die Söflinger ja zumeist nicht mit Ruhm bekleckert. "Die Kiste bleibt heiß bis zum Schluss", sagt TSG-Handballchef Uli Gebhard, der allerdings auch vorrechnet, dass alle vier Teams hinter den Söflingern durchgehend punkten müssten, um die Donaustädter noch auf den potenziellen Relegationsplatz zu stürzen, und gibt zu bedenken: "Nie zuvor wäre aus einer 16er-Staffel eine Mannschaft mit 29 Punkten auf der Habenseite abgestiegen."

Weil dies nun jedoch rechnerisch möglich ist, fordert Gebhard für die Partie am Samstag: "Wir brauchen Nerven wie Drahtseile und wir brauchen ein schonungsloses Aufbäumen." Beides haben die Söflinger vergangenen Sonntag beim Sieg gegen den Zweiten TSV Neuhausen/Filder gezeigt. Deshalb spricht doch mehr dafür, dass die TSG als gesicherter Viertligist aus dem Dunstkreis von Freiburg zurückkehrt, als dass sie im Breisgau untergeht.

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