Söflinger Handballer zeigen zwei Gesichter

Beim 26:33 der TSG Söflingen gegen Weinsberg erleben die Zuschauer in der vierten Handball-Liga unterschiedliche Halbzeit-Auftritte. Der TSV Blaustein erkämpft wichtige Auswärtspunkte.

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Ausgebremst: Die TSG Söflingen um Aron Czako (am Ball) hat eine Heimniederlage einstecken müssen.  Foto: 

Es sah erst richtig gut aus für  die TSG Söflingen gegen die favorisierten Weinsberger, die ohne den verletzten Ex-Söflinger Roland Kroll auskommen mussten. Druckvoll und ideenreich im Angriff, eine sehr gute Abwehrarbeit sowie ein erneut super haltender Manuel Weinbuch im Tor ermöglichten eine Drei-Tore-Führung für Söflingen gegen Ende der ersten Halbzeit. Mit 15:13 ging es in die Pause.

Danach aber erlebten die 200 Zuschauer auf dem Kuhberg das komplette Gegenteil der ersten Halbzeit: Im Angriff wollte auf einmal so gut wie nichts mehr gelingen, die Abwehrreihen hatten mehr Löcher als ein durchschnittlicher Schweizer Käse, welche durch die diskussionswürdige Disqualifikation von Abwehrmann Adrian Wowra nach der dritten Zeitstrafe noch zahlreicher wurden und auch die beiden Söflinger Torhüter mussten in der Folge viel zu oft den Ball hinter sich aus den Maschen holen. Bei Weinsberg hingegen lief es auf einmal. Eine vorentscheidende 7:0-Serie ab der 37. Spielminute brachte nicht nur den Ausgleich, sondern gleich eine Sechs-Tore-Führung für die Gäste mit sich. Söflingen konnte den Rückstand danach nie mehr auf weniger als vier Tore verkürzen.

Meiners zurück im TSV-Trikot

Genau andersherum lief es für den TSV Blaustein, der nach schwacher erster Hälfte bei der SG Lauterstein noch zu einem deutlichen 37:30-Erfolg kam.  Dabei kam der frühere Kapitän und Abwehrchef Tobias Meiners bereits zum zweiten Mal innerhalb einer Woche als „Aushilfe“ zum Zug. Dabei wollte der Familienvater ab dieser Saison eigentlich kürzer treten.

Allerdings konnte man in der ersten Halbzeit den Eindruck gewinnen, dass die Blausteiner Handballer in einen vorzeitigen Winterschlaf gefallen seien. Die mitgereisten Fans sahen in der 18. Minute einen Sieben-Tore-Vorsprung für Lauterstein auf der Anzeigetafel und hatten zu diesem Zeitpunkt nur noch geringe Hoffnung, überhaupt etwas Zählbares mit an die Blau zu nehmen. Allerdings konnte der TSV aus einem 10:16-Rückstand bis zur Pause noch ein 13:17 machen.

In der Kabine hatte Tim Graf dann offenbar die richtigen Worte gefunden, denn der TSV konnte mit einem gut aufgelegten Lars Wittlinger den Rückstand innerhalb weniger Minuten wettmachen. Auch dank der hervorragenden Torausbeute durch Philipp Frey (17 Tore) und Steffen Spiß (11 Tore) kippte das Spiel in der 45. Minute zugunsten der Blausteiner und wurde letzlich von einem überdeutlichen Rückstand zu einem Kantersieg gedreht.

TSG Söflingen: Dürner 8/2, Kraft 5, Eberhardt 4, Kanyó, Czakó je 2, Hartmann, Krašovec, Hadžić, Hofmann, Rauscher je 1.
TSV Blaustein: Frey 17/2, S. Spiß 11, C. Spiß 4, Werner 2, Meiners, Hellmann, Rapp je 1.

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