Söflingen vertreibt die größten Sorgen

Na also, es geht doch: Ausgerechnet gegen Topmannschaft TSV Neuhausen gelang den Handballern der TSG Söflingen der lang ersehnte Sieg.

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Wurde zum Linksaußen umfunktioniert: Kreisläufer Adrian Wowra.  Foto: 

Die TSG Söflingen wird aus der Baden-Württemberg-Oberliga aller Voraussicht nach nicht absteigen. Das deutete sich schon am Samstagabend an, als der Tabellen-13. TSV Wolfschlugen bei der SG Pforzheim/Eutingen verloren hatte. Je nachdem, wie viele baden-württembergische Klubs aus der 3. Liga nach unten kommen, könnte aber auch der zwölfte Platz noch zum Relegationsplatz werden. Allerdings liegen jetzt vier Mannschaften hinter den Söflingern (8./29:27 Punkte) und die drei Zähler Vorsprung auf Konstanz und Lauterstein (jeweils 26:30) sollten zwei Spiele vor Saisonende eigentlich reichen. Umso wichtiger war der gestrige 24:22-Erfolg gegen den neuen Tabellendritten TSV Neuhausen/Filder. Zuvor hatten die Söflinger vier Niederlagen in Folge einstecken müssen, was TSG-Handballchef Uli Gebhard dazu veranlasst hatte, das Abstiegsgespenst an die Wand zu malen.

Von Abstiegsangst war aber beim Team um TSG-Trainer Gabor Czako am Sonntag gar nichts zu spüren. Die Söflinger Handballer fanden ausgerechnet gegen die Topmannschaft, für die es noch um den Drittliga-Aufstieg geht, wieder zu ihrer gewohnten Heimstärke und gingen gegen Neuhausen erst mit 2:0 und dann mit 5:2 in Führung. "Das Hauptaugenmerk lag ganz klar auf der Abwehr", berichtete Co-Trainer Markus Brodbeck. Das ebenso beherzte wie clevere Zupacken der Söflinger Defensive zwang die Neuhauser schon nach knapp zwölf Minuten zu ihrer ersten Auszeit. Diese half zunächst wenig. Denn beim 8:4 war bereits ein Vier-Tore-Vorsprung hergestellt. Dann aber schlich sich kurz der Schlendrian in die TSG-Offensive ein, und der Vorsprung schmolz bis zur Pause (12:11) auf ein Tor.

Gleich nach Wiederanpfiff folgte sogar der Ausgleich, der aber gleichzeitig einen Weckruf für die Söflinger markierte, bei denen Kreisläufer Adrian Wowra zum Linksaußen umfunktioniert wurde. Nach dem Dauerverletzten Jonathan Linse (Schulterprobleme) war nämlich auch Andreas Schaaf kurzfristig mit Muskelfaserriss im Oberschenkel ausgefallen und wird dem Team wohl bis zum Saisonende fehlen. Doch angetrieben von einem starken Spielmacher Simon Dürner und einem überragend haltenden Torhüter Samuel Beha, der 16 Bälle entschärfte, setzten sich die Söflinger nun wieder Tor um Tor ab und hatten die Partie über 18:15 und 22:19 bis zum Schlusspfiff im Griff.

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