Nur ein Wunder kann SC Vöhringen noch retten

Blaustein hat in der Handball-Württembergliga gegen Reichenbach gewonnen und von der Niederlage von Verfolger Zizishausen profitiert. Der SC Vöhringen muss sich so langsam mit dem Abstieg abfinden.

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Kevin Jähn konnte in seinem ersten Spiel nach seiner Rückkehr aus Friedberg die Vöhringen Niederlage gegen Wangen nicht verhindern.  Foto: 

Der TSV Blaustein hat in der Handball-Württembergliga seine Tabellenführung ausgebaut. Beim 34:25 (18:15)-Erfolg gegen den TV Reichenbach gelang dem Team des Trainerduos Tim Graf/Jan-Marco Behr das Kunststück, mit demselben Ergebnis wie im Hinspiel zu gewinnen. Erneut hatte der TSV in der ersten Halbzeit mit dem Kellerkind etwas Probleme, konnte sich im zweiten Durchgang aber einen deutlichen Vorsprung erarbeiten und letztlich einen ungefährdeten Sieg feiern. In der ersten Halbzeit war es vor allem Steffen Spiß, der sein Team im Spiel hielt und alle seine acht Tore vor der Pause erzielte. Nach der Kabinenansprache wechselte Graf seine Mannschaft durch und sorgte dafür, dass alle Spieler Einsatzzeit bekamen. Tor um Tor zog der Spitzenreiter davon, Jannik Staiger sorgte mit zwei Siebenmetern für das 32:20 und damit für die Vorentscheidung. Noch mehr Grund zum Jubeln hatten die Blausteiner, als das Ergebnis aus Steinheim kam. Dort unterlag der TSV Zizishausen dem Aufsteiger mit 36:41 und hat damit nun zwei Minuspunkte mehr als der TSV auf dem Konto – bei zwei Spielen weniger.

Der Erfolg der Blausteiner gegen Reichenbach dürfte dem SC Vöhringen auch nicht mehr viel bringen. Nach der 21:24 (12:12)-Niederlage zuhause gegen die MTG Wangen beträgt der Rückstand des SC auf Reichenbach, das auf dem Relegationsrang liegt, sechs Punkte. Zudem hat Vöhringen den direkten Vergleich verloren, müsste also sieben Zähler aufholen. Bei den noch ausstehenden fünf Partien in Blaustein, Winzingen, Steinheim sowie zuhause gegen Unterensingen und Laupheim bedarf es schon eines Handball-Wunders, wenn es noch mit der Relegation klappen sollte. Der direkte Klassenerhalt ist nach der Niederlage gegen Wangen für Vöhringen nicht mehr möglich. Es sieht stark danach aus, dass in der kommenden Saison im Sportpark Landesliga-Handball gespielt wird. Gegen Wangen verspielten die Gastgeber direkt nach der Halbzeit (12:12) ihre Chance auf den Sieg. Wangen legte nach dem 14:14 einen Zahn zu und zog auf 18:15 davon. Fehler im Angriffsspiel sowie der Rückfall in alte Zeiten, als beim SC alles über die Mitte ging und die Außenspieler nicht einbezogen wurden, ermöglichte der Gästemannschaft von Trainer Timo Feistle den Vorsprung bis drei Minuten vor dem Ende auf 23:18 auszubauen und den Sieg unter Dach und Fach zu bringen.

Drei Minuten vor dem Ende sah es für den TV Gerhausen bei der HSG Winzingen/Wißgoldingen nach einem Auswärtssieg aus. Simion Buck hatte per Siebenmeter für die 26:23-Führung gesorgt. Doch es sollte nicht reichen. Binnen 65 Sekunden kamen die Hausherren zum 26:26-Ausgleich. Und es kam noch schlimmer für Gerhausen – viel schlimmer. 46 Sekunden vor dem Ende hatte Rick Leyrer beim Versuch einen Gegenstoß zu verhindern außerhalb des Torraums mit einem Gegenspieler Kontakt. Die Folge: Disqualifikation mit Bericht für Leyrer, was eine Sperre nach sich ziehen wird, und Siebenmeter für Winzingen. Den verwandelte der Ex-Gerhauser Philipp Köller zum 27:26-Endstand. 

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