Niederlage für TSV Blaustein, Unentschieden für TSG Söflingen

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14 Tore von Simon Dürner und ein 21:13-Vorsprung reichten am Ende nicht für einen Söflinger Sieg.  Foto: 

Auf verlorenem Posten stand der TSV Blaustein bei seinem Auswärtsauftritt in Herrenberg: Der Viertliga-Neuling hatte bei der SG überhaupt nichts zu melden. Das Spiel begann mies und endete in einem eigentlich noch erträglichen 31:37-Rahmen. Einmal hieß es unentschieden, das war beim 0:0 – dann hatte der TSV gar die Chance, in Führung zu gehen, doch Philipp Frey, ohnehin geschwächt durch einen grippalen Infekt, scheiterte von der Strafwurf-Linie. Fortan ging es schnurstracks in die klare Niederlage.

Ab Minute elf hatte Herrenberg – unterstützt von zwei Zeitstrafen gegen Blaustein – einen Fünf-Tore-Lauf. Schon hieß es 6:12. Auch im zweiten Durchgang gab es eine knapp fünfminütige Sendepause des Blausteiner Angriffs, in denen die SG auf das vorentscheidende 24:14 davonziehen konnte.

Offensivtaktik nicht umgesetzt

Die Mannschaft von Tim Graf hatte sich in der Vorbereitung explizit auf die offensive Abwehr von Herrenberg eingestellt, doch der Ball „lief“ im Angriff nicht und somit kam kein Spielfluss zustande. Die Vorgaben des Trainerteams Graf/Behr konnten auch in der Abwehr nicht umgesetzt werden. Top-Torjäger Cornelius Maas konnte nicht unter Kontrolle gebracht werden und zeichnete sich abermals als gefährlichster Werfer von Herrenberg aus (9), oder konnte seine Nebenspieler gekonnt in Szene setzen. Hervorzuheben auf Blausteiner Seite war Alexander Henze, der in Angriff und Abwehr das Team führte und sich selbst gegen die offensive 3-2-1-Abwehr mit seinem 1:1-Verhalten gleich fünfmal auszeichnen konnte.

 Die Aufgabe am kommenden Samstag in der heimischen Lixhalle wird nicht weniger schwer für die Gastgeber. Mit dem TSV Neuhausen/F. kommt ein Top-Team an die Blau und braucht zwei Punkte im Kampf um Platz zwei – und somit auf Relegationsplatz eins.

Bei der TSG Söflingen kann derweil normalerweise nichts anbrennen, wenn Spielmacher Simon Dürner satte 14-mal trifft. Und doch mussten sich die Gastgeber am Sonntag gegen den TSB Schwäbisch Gmünd mit einem 28:28-Unentschieden zufrieden geben. Noch ärgerlicher: Zur Halbzeit hatten die Söflinger überdeutlich mit 18:11 geführt und hatten die Partie auch bis zum 21:13 in der 36. Minute voll im Griff. Dann aber gelang in der Offensive überhaupt nichts mehr, nur zwei Tore – natürlich durch Dürner – in den folgenden 15 Minuten sprechen eine klare Sprache.

Niederlage noch abgewendet

Zweimal griff TSG-Coach Gabor Czako zur Grünen Karte und versuchte, sein Team neu einzustellen, allein: Es half nichts. Über 21:14 und 22:18 bahnte sich beim 23:24 plötzlich eine Niederlage vor heimischer Kulisse an. Doch zum Glück gab es im Team einen Simon Dürner, der bis zuletzt nicht aufsteckte und per Siebenmeter jeweils den 24:24-Ausgleich in der 50. Minute und am Ende auch das 28:28 in der Schlussminute erzielte.  Zuvor hatte Max Häfner, Bruder von Handball-Europameister Kai Häfner, die Gmünder zur Führung geschossen.

Insofern konnten die Söflinger angesichts der katastrophalen zweiten Halbzeit doch noch froh über den Punktgewinn sein, der das Abstiegsgespenst in der vierten Liga weiter auf Distanz hält. Sieben Spiele vor Saisonende hat die TSG nun auf Rang neun sechs Punkte Vorsprung auf Platz 14. Und am Sonntag können die Söflinger beim direkten Konkurrenten TSV Deizisau für klare Verhältnisse sorgen – wenn wieder sieben statt nur ein Mann zu Hochform auflaufen.

TSV Blaustein Behr, C. Spiß, Meiners, Henze je 5, Staiger 4/2, Werner, Barthel, Frey je 2, S. Spiß 1.

TSG Söflingen S. Dürner 14/4, Kraft, Eberhardt, Kohnle je 3, Wowra 2, Weinbuch, Schaaf je 1.

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