Kontinuität: Söflingen will neue Wege gehen

Die Handballer der TSG Söflingen biegen in die Zielgerade der Vorbereitung zur Baden-Württemberg-Oberliga ein. Trainer Czako bittet um Geduld.

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Der Abstieg der TSG Söflingen hat einen großen Umbruch im Team mit sich gebracht. Nur sieben Akteure sind geblieben - inklusive dem langzeitverletzten Alexander Schramm, der nach seinem Kreuzbandriss noch eine Thrombose erlitten hat und den Rest der Saison ausfällt. Acht neue Spieler - zum Teil mit höherklassiger Erfahrung - sind gekommen. Das weckt hohe Erwartungen in das Auftreten der Mannschaft eine Klasse tiefer, in der Baden-Württemberg-Oberliga. Die gegnerischen Teams nennen die "Pelikane" schon als Aufstiegsfavorit.

Doch TSG-Trainer Gabor Czako warnt vor gedanklichen Höhenflügen und verweist auf die vergangenen Wochen und Monate: "Wir hatten viele Schwierigkeiten, wie zum Beispiel den Abstieg und die ganzen rechtlichen Streitigkeiten um das Nachrücken", holt der Chefcoach der ersten Mannschaft aus. "Deshalb bin ich unglaublich dankbar, dass wir trotzdem so viele Spieler mit Potenzial bekommen haben - und zwar vor allem durch ehrenamtliches Engagement. Das hätte auch anders kommen können." Schließlich musste man alle Handballer des jetzigen 14-Mann-Kaders unabhängig von der künftigen Spielklasse halten oder verpflichten.

Deshalb will er nicht darüber klagen, dass er schon bei einem Ausfall von drei oder vier Feldspielern Schwierigkeiten bei der Mannschaftsaufstellung bekommt. "Viel darf während der Saison nicht passieren", sagt der TSG-Coach.

Dabei sind erst seit zwei Wochen alle Mann voll einsatzfähig. "Philipp Eberhardt konnte wegen Schulterproblemen länger nicht trainieren", informiert Czako. Und der Rumäne Mihut Pancu wurde erst vor zehn Tagen verpflichtet. Mut macht dem Ungarn die Tatsache, dass die TSG in den vergangenen vier Wochen alle Testspiele gewonnen hat. Auch gegen den ähnlich stark einzuschätzenden Bayernligisten Fürstenfeldbruck, bei dem Söflingen heute noch einmal zu Gast ist. Der Vorbereitungshöhepunkt steigt am Freitag mit der Reise zum Drittligisten Herrenberg.

Trotzdem will Czako vor dem Start am 8. September gegen den VfL Pfullingen keine Platzierung als Saisonziel ausgeben. "Bisher wurden immer konkrete Ziele gesetzt, und dann hat sich die Liga als stärker herausgestellt. Und die neue Liga, in der wir nun spielen ist auch schwierig einzuschätzen", sagt Czako. Er möchte mit dem Verein stattdessen erreichen, "dass wir nach Jahren der hohen Fluktuation eine Mannschaft mit Potenzial zusammenhalten, die sich in der BWOL mittelfristig gut etabliert".

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