Herber Rückschlag für Söflinger Handballer

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Nach einer 6:1-Führung lief es bei den Söflinger Handballern gegen Neckarsulm nicht mehr toll: Hier hat Uros Krasovec (rechts) einen schweren Stand.  Foto: 

Vor dem „schwersten Spiel der ganzen Saison“ hatte Gabor Czako, der Trainer der Söflinger Viertliga-Handballer gewarnt. Was sich vor der Begegnung gegen den bisherigen Tabellenletzten NSU Neckarsulm wie eine Extra-Motivation aus der psychologischen Trickkiste eines Handballfachmanns anhörte, wurde gestern Nachmittag doch bittere Realität. Die TSG Söflingen verlor auf eigenem Parkett doch recht unerwartet mit 27:28.

Die Hausherren kamen zwar flott ins Spiel und legten ein ordentliches Tempo vor. Doch die 6:1-Führung war alles andere als ein Mutmacher. „Damit konnten wir überhaupt nicht umgehen“, analysierte Söflingens Handball-Boss Markus Brodbeck. Die Neckarsulmer kamen mit den TSG-Akteuren immer besser zurecht. Bei Halbzeit war die Begegnung wieder völlig offen.

Wer nun geglaubt hatte, dass sich die Söflinger in der zweiten Hälfte besser anstellen würden, der sah sich getäuscht. Die Neckarsulmer drehten auf und erspielten sich clever einen 21:16-Vorsprung (43.). Nur fünf Minuten später deutete beim 26:21 alles schon auf einen klaren Gäste-Erfolg hing. Czako nahm beim Stand von 23:27 (52.) noch eine Auszeit, allerdings gelang nur noch der Anschluss zum 27:28-Endstand.

„Das war ein richtiger Rückschlag“, kommentierte Brodbeck den unerwarteten Ausgang. Ein Blick auf die Tabelle sagt alles: Söflingen ist nun nur noch drei Pluspunkte von einem Abstiegsrang entfernt.

Besser machte es zur selben Zeit Liga-Rivale TSV Blaustein. Mit Rückkehrer Jan-Marco Behr, der das Heft in die Hand nahm und Ruhe reinbrachte, gelang ein 35:32-Erfolg beim TSV Deizisau. Vor 450 Zuschauern konnten sich die Gäste schon vor der Halbzeit (17:14) etwas Luft verschaffen. Danach blieb die Blautal-Truppe konsequent am Drücker und ließ die Gastgeber nicht näher als auf zwei Treffer (24:26/48.) heran kommen. „Wir hatten nur zwei kleine Schwächephasen in Unterzahl“, meinte Coach Tim Graf, „aber sonst haben wir das ganz gut hinbekommen.“ Der Trainer war vor allem mit der Abwehrleistung zufrieden.

Und im Angriff konnten die Blausteiner mit der überraschenden Umstellung der Deizisauer von der erwarteten 3:2:1-Deckung auf eine 6:0-Abwehr gut umgehen. „Heute bin ich wirklich mal zufrieden“, so Graf, auch wenn am Ende doch zahlreiche „Freie“ vergeben wurden, „das Ergebnis geht so durchaus in Ordnung“.

Söflinger Tore Dürner 8/2, Kraft, Kanyo je 4, Krasovec, Czako je 3, Hofmann 2, Hartmann, Schaaf, Hadzic je 1.

Blausteiner Tore C. Spiß 9, Frey 9/3, Behr 6, Rapp 4, Hellmann, S. Spiß je 3, Meiners 1.

 

Bayernliga Die Handballer des VfL Günzburg haben ihre Position im oberen Tabellendrittel gefestigt. Bis die Mannschaft von Trainer Stephan Hofmeister (zuvor Langenau, Vöhringen, Blaustein) den 30:27-Erfolg über den TSV Unterhaching unter Dach und Fach hatte, wurde unter den Zuschauern – sofern sie VfL-Anhänger waren – ordentlich gezittert. 20:26 lagen die Gastgeber in der 43. Minute schon fast aussichtslos zurück. Denkste! Nach einer Auszeit gelang den Günzburgern ein 8:0-Lauf. Den Unterhachingern gelang in den letzten 18 Minuten gerade mal ein einziges Tor. Der VfL, der vergangene Runde den Abstieg nur knapp vermeiden konnte, hat nun 14:8 Punkte.    

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