Handballerinnen aus Burlafingen und Ludwigsfeld wollen neu angreifen

Nach dem Abstieg von SG Burlafingen und TSF Ludwigsfeld ist Ernüchterung im regionalen Frauenhandball eingekehrt. Doch die beiden Teams wollen sich nicht hängen lassen und visieren schon neue Ziele an.

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Für Ludwigsfeld hätte es in den vergangenen Jahren kaum schlechter laufen können. Dennoch will das Team um Rebecca Munique erneut angreifen. Foto: R. Apprich

Auch wenn sie nur knapp den Relegationsplatz verpasst haben, nach der Niederlage gegen den TSV Heiningen beim Saisonabschluss der Handball-Württembergliga blickte der Frauen-Trainer der SG Burlafingen/Ulm schnell wieder nach vorne: "Vielleicht ist es gar nicht schlecht, wenn wir nächste Saison in der Landesliga antreten", sagte Peter Prinz. "Dann können wir unsere jungen Spielerinnen vernünftig aufbauen." Sein Team hatte durch den großen Umbruch, der durch drei Schwangerschaften und mehrere langfristige Verletzungen entstanden war, das Spielniveau der Württembergliga nicht halten können. "Ich habe Spielerinnen eingesetzt, die könnten auch nächste Saison noch A-Jugend spielen. Da fehlt es dann einfach an Härte und Erfahrung im Abstiegskampf", erklärt Prinz, der auch in der Landesliga an der Seitenlinie agieren wird.

Sein Team, bei dem lediglich Nadine Hegele die Handballschuhe an den Nagel hängt, wird von einer Spielerin aus Lenningen verstärkt. "Wir wollen nächste Saison eine gute Rolle spielen", sagt der SG-Coach: "Eines werde ich aber nicht tun: Ein Saisonziel vorgeben. Denn wir wissen nichts über die tatsächliche Stärke der Landesliga."

Dort nicht mehr dabei sind die TSF Ludwigsfeld, die in den vergangenen drei Jahren einen unvergleichlichen Absturz von der vierten in die Bezirksliga erleiden mussten. Doch statt auseinanderzufallen hat der Verein um das einst so prunkvolle Frauenteam die Reißleine gezogen und die Führung neu aufgestellt: Auf Abteilungsleiterin Christel Schüle folgte Marcus Karlshaus, selbst Vater von zwei TSF-Spielerinnen.

Und seit Jugendleiter Peter Andorfer die erste Mannschaft trainiert, hat sie im Saisonendspurt immerhin drei Punkte aus drei Partien geholt - es waren die einzigen Zähler in der vergangenen Spielzeit. "Wir haben lange gewartet, aber ich denke, der Schnitt kam noch zur rechten Zeit."

Jetzt soll auch der Neuanfang in der Bezirksliga gelingen. Einzig Ressi Kolukaj beendet ihre Laufbahn, der Rest des Teams bleibt zusammen. "Die Basis ist gut. Wir schauen erst einmal, wie es in der Klasse zugeht und dann wollen wir uns langfristig schon wieder nach oben orientieren", sagt Andorfer. Grundlage bilden aktuell 30 Spielerinnen, die neben der Bezirksliga auch in der wiederbelebten zweiten Mannschaft in der Kreisliga antreten werden.

Die A-Jugend versucht sich gerade für die Bayernliga zu qualifizieren. Und so lange die Jugendarbeit funktioniert, kann es um die Aktiventeams auf Dauer gar nicht so schlecht bestellt sein.

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