Handball: Zwölf Tore bei Blausteiner Derby-Sieg - Verärgerte Vöhringer

Ein faires und ein hitziges Derby haben die Zuschauer in der Handball-Württembergliga gesehen. Während die Sache in Langenau recht klar war, ärgerten sich die Gäste in Gerhausen über die Unparteiischen.

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Gerangel um den Ball: So hitzig wie hier ging es im Derby zwischen Langenau (gelbes Trikot: Jan Schaden, gegen Kay Rosenkranz) und Blaustein selten zu.  Foto: 

Die Derbys am Anfang und am Ende der Tabelle haben die Positionen aller Beteiligten in der Handball-Württembergliga zementiert. Während sich der TSV Blaustein mit 29:23 im Stil eines Spitzenteams beim einstigen Verfolger HSG Langenau/Elchingen den Vorsprung oben ausbaute, raubte der TV Gerhausen mit seinem 28:26 dem SC Vöhringen wohl das letzte Fünkchen Hoffnung an den Klassenerhalt. Die Tabelle wird jedoch immer mehr verzerrt, inzwischen hat der TSV Blaustein (33:11 Punkte) zwei Spiele mehr als Verfolger TSV Zizishausen (29:11) absolviert.

Einen ausgeglichenen Beginn sahen die zahlreichen Zuschauer am Samstag beim Spitzenspiel im Langenauer Pfleghof. Bis zum 4:4 nach zehn Minuten konnte sich weder die HSG noch der TSV Blaustein entscheidend absetzen. Die HSG versuchte durch eine Manndeckung gegen Spielmacher Niklas Kiechle die Angriffe der Blausteiner zu stören. Den vorhandenen Platz nutzte jedoch Steffen Spiß, am Ende mit zwölf Toren erfolgreichster Werfer, um seine Mannschaft in der 20. Minute erstmals mit drei Toren in Führung zu bringen (6:9). Die Gastgeber erlaubten sich zudem wieder einige technische Fehler im Angriff, so dass sie mit einem 10:12-Halbzeitrückstand in die Pause gingen.

Die HSG startete besser in den zweiten Durchgang und Jan Schaden gelang nach 32 Minuten der Ausgleich zum 12:12. In den folgenden fünf Minuten wechselte die Führung bis zum 16:16 ständig. Dann gab es allerdings einen Bruch im Spiel der Langenauer. In der Abwehr wurde zu passiv verteidigt, die Torhüter hielten wenige Bälle und im Angriff taten sie sich gegen die massive 6:0-Abwehr der Blausteiner schwer. Die Folge war ein 17:23-Rückstand nach 47 Minuten. Bis zum Spielende gelangen nun jeder Mannschaft jeweils drei Tore in Folge. Langenau kämpfte sich zurück und Henrik Schenk hatte beim Stand von 23:26 die Chance, per Siebenmeter und doppelter Überzahl zu verkürzen. Konkel hielt diesen jedoch und seine Mitspieler erzielten noch drei weitere Treffer zum etwas zu hohen 23:29.

Viel Zündstoff bot die Partie zwischen dem SC Vöhringen und dem TV Gerhausen in der Blaubeurer Dieter-Baumann-Halle. Dabei sahen sich die Vöhringer nach einer 15:13-Führung zur Pause in der zweiten Halbzeit um einen möglichen Punkt gebracht. In der ersten Hälfte fanden die Vöhringer vor 380 Zuschauern stets gute Lösungen gegen die offensive Abwehr, im Defensivverbund agierten sie motiviert und kampfstark und hatten vor allem das gefürchtete Kreisläuferspiel gut im Griff.

Und in der Offensive schlug der SCV-Rückraum clever zu, sobald sich die Gerhauser an den Kreis zurückfallen ließen. Beim 8:12 hatten die Vöhringer sieben Tore aus dem Rückraum erzielt und der TVG fand einfach kein Mittel dagegen. Eine doppelte Überzahl für Gerhausen verringerte den Abstand zum 11:12 in der 23. Minute. Doch es reichte nicht zum Ausgleich. Über 11:14 und 13:14 ging es mit 13:15 in die Halbzeitpause.

Nun wurde ein stürmisches Anrennen der Gastgeber erwartet - doch auch dem hielten die Vöhringer noch stand. Andre Bluhm ließ den Vöhringer Anhang beim 13:18 eine Fünf-Tore-Führung bejubeln. Möller, Jooß und Istoc waren im Angriff weiterhin treffsicher, so dass die Illertaler diesen Vorsprung bis zum 22:17 (40. Minute) konservieren konnten.

Langsam begann sich das Blatt aber nun zu wenden. Rick Leyrer im TVG-Tor kam zunehmend besser ins Spiel, das insgesamt schneller wurde, die Torschüsse der Gerhauser waren platzierter und überlegter. Gleichzeitig ließen die Vöhringer konditionell immer mehr nach. In der Abwehr nicht mehr so schnell, kassierten sie ab der 44. Minute eine Rote Karte und sechs Zeitstrafen. Der TVG schloss Tor um Tor auf. Der Ausgleich zum 24:24 erfolgte in der 56. Minute, in der letzten Spielminute stand es nach doppelter Überzahl 28:25. Ein letztes Tor fiel für Vöhringen fünf Sekunden vor Schluss zum Endstand von 28:26. Die Vöhringer sahen sich durch die vielen Hinausstellungen vom Schiedsrichtergespann aus Lehr benachteiligt.

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