Handball: Gerhausen bezwingt Langenau im Derby

Sportlich gesehen war eigentlich schon die Luft raus in der Handball-Württembergliga. Die Entscheidungen waren gefallen, dennoch wurde es hitzig.

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Sah "Rot" am Blautopf: Langenaus Sebastian Schmid.  Foto: 

Letzte Derby-Zeit in der Handball-Württembergliga: Im ersten Lokalkampf empfing der TV Gerhausen die HSG Langenau/Elchingen. Das gastgebende Team von Trainer Thomas Weberruß gewann mit 32:29. Die Gerhauser ließen sich das Spiel nie aus der Hand nehmen. Auch ohne optimale Chancenauswertung gelang es ihnen schon in der ersten Halbzeit nach einem 4:4-Unentschieden über eine gute Abwehrleistung einen ständig wachsenden Vorsprung herauszuspielen. Bälle wurden herausgespielt, Pässe abgefangen. In der 26. Minute lagen die Gerhauser mit 15:9 vorne. Langenau schaffte es allerdings bis zur Halbzeit, den Vorsprung zu verringern, so dass die Mannschaften mit 15:11 in die Kabine gingen.

Unverändert ging das Spiel in der zweiten Halbzeit weiter. Der TVG zog davon, die Langenauer taten sich schwer, etwas entgegenzusetzen. Dann wurde es ungemütlich. Zwischen der 42. und 47. Minute handelte sich Gerhausen gleich vier Zeitstrafen ein. Aber selbst kurzzeitiges wiederholtes doppeltes Unterzahlspiel gefährdete den Sieg nicht.

Die Langenauer nutzen die Chance, um näher heranzukommen und den Rückstand von sieben Toren (21:14) bis zum Ende der vierten Zeitstrafe auf drei Tore zu verringern (23:20). Die Gerhauser Abwehr zeigte mitunter Schwächen, schaltete nicht schnell genug um, so dass die Langenauer häufig mit einer schnellen ersten Welle zum Torerfolg kamen. Doch der TVG nutzte die eigenen Chancen und hielt den Vorsprung. Beim Stand von 30:27 stellte Langenau in der 58. Minute auf Manndeckung um. Erfolglos, da die HSG-Akteure in der hektischen Schlussphase zu viele eigene Fehler machten.

Langenaus Sebastian Schmid, der 57 Sekunden vor dem Ende beim Stand von 31:29 wie kurz zuvor Jan Schaden eine Zeitstrafe ausgesprochen bekam, war nicht in der Lage, diese zu akzeptieren. Sein Benehmen führte zur direkten Disqualifikation und auch die Ordner mussten noch einschreiten. Das Schiedsrichtergespann Stefan Czommer und Christian Marin aus Schwäbisch Gmünd verfasste dementsprechend einen Bericht. Der Gerhausen zugesprochene Siebenmeter führte durch Uwe Mayer zum Endergebnis von 32:29.

Im zweiten Lokalkampf standen sich der SC Vöhringen und RW Laupheim gegenüber. Für den als Absteiger feststehenden SCV war dies zumindest für eine Saison lang das letzte Derby in der Württembergliga. Dementsprechend engagiert trat der Gastgeber auf, zumal Trainer Stefan Schramm die Devise ausgegeben hatte: "Im letzten Spiel einen positiven Eindruck hinterlassen." In einer abwechslungsreichen Partie ging der Sieg am Ende verdient mit 29:26 (14:14) an die gastgebenden Illertaler.

Bis zur 50. Minute (23:21) stand noch kein Sieger fest. Dann gab es in einer fairen Partie - beide Teams agierten sicher nicht mit allerletzter Konsequenz - Zeitstrafen auf beiden Seiten. In dieser Phase gelang Vöhringen die Vorentscheidung. David Schuler nutzte seine Wurfchance von Linksaußen sicher zum 27:23. Laupheim griff zum letzten Mittel: Jedoch, gegen die offene Deckung wurde Manuel Sailer clever frei gespielt, beim 28:23 (58.) war die Entscheidung gefallen.

Hofmeister steigt auf

Aus eigener Kraft Durch einen 25:24-Sieg beim TSV Herrsching machte der VfL Günzburg den Aufstieg in die Bayernliga perfekt. Dabei hätte sich der VfL sogar eine Niederlage leisten können, weil der TSV Niederraunau zeitgleich in Immenstadt verlor. Das VfL-Team von Coach Stephan Hofmeister, der in der Region schon jahrelang in Langenau, Vöhringen und Blaustein als Trainer tätig war, schickte damit Niederraunau in die Relegation.

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