Handball: Für Blaustein und Söflingen geht’s ans Eingemachte

Zwei machbare Hürden haben die Handball-Viertligisten der Region vor der Brust. Umso mehr stehen sie in der Pflicht zu punkten.

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Schwört seine Mannschaft auf eine schwere Saisonpremiere ein: Blausteins Trainer Tim Graf.  Foto: 

Auf dem Papier sieht alles nach einem dankbaren Aufbaugegner zum Heimauftakt aus: Die SG Heidelsheim/Helmsheim, die sich morgen um 17 Uhr den Viertliga-Handballern der TSG Söflingen in den Weg stellt, war vergangene Saison als Elfter deutlich schlechter als die Gastgeber platziert und hat beim Auftakt gegen den TV Plochen mit 16:33 all ihre Schwächen offenbart.

„Klar sagt man da: Die müssen wir zu Hause weghauen. Aber wir haben unsere eigenen Probleme“, warnt Söflingens Handballchef Uli Gebhard vor der Saisonpremiere in der Kuhberghalle. Zwar hat sich das Team von TSG-Trainer Gabor Czako beim Auftakt vor einer Woche gegen den aufstiegsambitionierten TV Willstätt mit 24:28 achtbar aus der Affäre gezogen. „Hut ab vor der Moral meiner Mannschaft gegen einen übermächtigen Gegner“, sagte Gebhard. Doch gegen Heidelsheim geht’s gleich ans Eingemachte, wenn die Söflinger hier nicht punkten, warten bis in den Spätherbst hinein nur noch Meisterfavoriten und das schwere Derby beim TSV Blaustein.

Hinzu kommt die Verschärfung der Personalnot durch den Ausfall von Philipp Eberhardt auf unbestimmte Zeit. „Die verbleibende Mannschaft wird noch enger zusammenrücken müssen“, sagt Uli Gebhard, der auch von der Tribüne noch mehr Anfeuerungsrufe erwartet als sonst. Dennoch habe sich dadurch die Chance, am Ende der Runde „doch noch halbwegs ordentlich dazustehen, jetzt erst recht verschlechtert“.

Diese Sorgen hat der TSV Blaustein nicht. Die Mannschaft von Tim Graf und Jan-Marco Behr hat aber auch noch kein Ligaspiel bestritten und konnte im Vorfeld ihrer Heimpremiere heute gegen den TSV Weinsberg (Anpfiff: 20 Uhr) den Gegner in Ruhe analysieren. Bei der 21:27-Niederlage des Mitaufsteigers gegen den TSV Neuhausen/Fildern fiel Coach Graf auf, dass es für sein Team gegen die stabile 6:0-Abwehr der Gäste vor allem auf die Treffsicherheit der Rückraumspieler ankommen wird. „Daneben setzen wir auf den einen oder anderen Kontertreffer“, sagt Graf.

Doch ausgerechnet im so wichtigen Rückraum steckt aktuell die größte Baustelle beim TSV. Denn einer der Top-Torschützen und Antreiber, Steffen Spiß, konnte zuletzt krankheitsbedingt nicht trainieren und weiß noch nicht, ob der Halblinke für die Blausteiner Premiere in der Baden-Württemberg-Oberliga rechtzeitig fit wird. „Außerdem bräuchten wir ihn in unserer neuen 3:2:1-Abwehrformation, so dass ziemlich viel in diesem Spiel von ihm abhängt“, erklärt Tim Graf. Hinzu kommt der Langzeitausfall von Niklas Kiechle, für dessen schmerzhafte Schambeinentzündung noch keine passende Therapieform gefunden wurde.

„Trotzdem haben wir uns gegen den Mitaufsteiger ausgerechnet, gleich die ersten, wichtigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren“, sagt Graf. Schließlich soll es sich später nicht rächen, wenn seine Jungs ausgerechnet den Heimauftakt verschlafen würden.

Zuschauer-Kalkulation

Ausgeglichen Nach dem Aufstieg in die vierte Liga kalkuliert der TSV Blaustein nicht unbedingt mit mehr Zuschauern. „Wir gehen zwar davon aus, dass wir pro Spiel etwa 50 Zuschauer mehr haben. Aber gleichzeitig haben wir auch nur noch zwei statt bislang sechs Derbys, so dass sich das in etwa ausgleichen dürfte“, rechnet TSV-Trainer Tim Graf vor. Beim Saisonauftakt heute gegen Weinsberg dürften es mindestens 300 Besucher werden.

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