Dramatisches Derby-Finale

Spannender hätte das Derby in der Württembergliga kaum sein können. Mit 26:25 setzte sich Blaustein knapp gegen Gerhausen durch. Viertligist Söflingen musste sich mit einer Punkteteilung zufrieden geben.

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Nichts für schwache Nerven: So hart wie es zur Sache ging, so eng war auch das Derby zwischen dem TSV Blaustein (rotes Trikot: Kay Rosenkranz) und dem TV Gerhausen (Patrick Droxner).  Foto: 

Das erste Handball-Derby des Jahres in der Württembergliga hat keine Wünsche offen gelassen: Es war ein hitziges, spannendes Duell, das sich der TSV Blaustein und der TV Gerhausen vor 500 Zuschauern im Lixpark boten. Viele Fouls und Zeitstrafen prägten die Partie, die erst die Gastgeber und dann die Gäste dominierten. Doch in einer an Spannung kaum zu überbietenden Schlussphase mit einigen haarigen Schiedsrichterentscheidungen siegte der TSV dann doch hauchdünn mit 26:25 (14:14).

16 Zeitstrafen, zwei Disqualifikationen und fünf Gelbe Karten: Das Schiedsrichtergespann hatte in der Lixsporthalle alle Hände voll zu tun, die Partie in den Griff zu bekommen. Dabei musste der Blausteiner Patrick Rapp nach rund 50 Minuten und drei Hinausstellungen vorzeitig zum Duschen, der Gerhauser Patrick Maier hatte acht Minuten später die drei Zeitstrafen voll.

Von der Torausbeute her starteten die Blausteiner mit dem 7:3 nach zehn Minuten gut ins Spiel. Doch Gerhausen war nicht gewillt, das Derby kampflos abzugeben und erkämpfte bis zur Halbzeit ein 14:14-Unentschieden. Auch die ersten Minuten nach der Pause gehörten den Gerhausern, die schnell auf 14:17 davonzogen. Beim Stand von 17:21 in der 40. Minute stellte Blausteins Coach Tim Graf Neuzugang Alexander Henze ins Abwehrzentrum. Das Resultat waren nur noch vier Gegentore in den restlichen 20 Minuten. Im letzten Blausteiner Angriff setzte Henze seiner Leistung die Krone auf und netzte zum entscheidenden 26:25 ein. Gerhausen versuchte nochmal alles, geriet aber in Zeitnot und konnte die erneute Niederlage nicht verhindern.

Die stark ersatzgeschwächte HSG Langenau/Elchingen stand derweil beim HRW Laupheim auf verlorenem Posten und unterlag deutlich mit 22:30. Schon nach der Anfangsphase und lagen die Gäste mit 3:8 in Rückstand. Auch in der Folgezeit gelang es nicht, näher als bis auf zwei Tore (7:9) heranzukommen. Mit einem 10:14 aus HSG-Sicht ging es in die Pause. Auch in der zweiten Hälfte zeigten die Langenauer vorne Nerven und ließen in der Deckung große Lücken. Nach 48 Minuten schien beim 16:25 eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Die HSG gab jedoch nicht auf und kämpfte sich trotz mehrmaliger Unterzahl noch auf 22:25 heran. Ein fragwürdiges Tor zum 22:26 für Laupheim beendete die Aufholjagd der Gäste und Laupheim knackte noch die 30-Tore-Marke.

Beim SC Vöhringen war am vergangenen Wochenende der Name "Brugger" für die Vöhringer Handballer in den vergangenen zwei Tagen wichtig. Am Freitag wurde Werner Brugger einstimmig als neuer Abteilungsleiter gewählt, im Württembergliga-Heimspiel gegen die SG Ober-/Unterhausen am Samstag sorgte sein Sohn Thilo mit dem Siegtor Sekunden vor Schluss dafür, dass zwei im Abstiegskampf eminent wichtige Punkte im Vöhringer Sportpark blieben. Bevor der 27:26 (16:14)-Erfolg allerdings feststand, schickten die Einheimischen ihre Anhänger auf eine rasante Achterbahnfahrt der Gefühle. Dabei gab Winter-Neuzugang André Möller sein Comeback im SCV-Trikot, und auch Dennis Schwarz stand nach wochenlanger Verletzungspause wieder zur Verfügung. Daneben nahm Oliver Robotka auf der Bank Platz, der im Herbst noch unter Ex-Coach Vasile Stanciu das Handtuch geworfen hatte. Doch der Kontakt zu dem 25 Jahre alten Ungarn riss nie ab, so dass er künftig wieder eine Option für die Vöhringer ist.

Bis zum 24:20 lag der SCV verdient vorne, doch dann nutzte die SGOU sieben torlose Minuten zum 24:24-Ausgleich. Unentschieden ging es auch in die letzten zwei Minuten. Zunächst wollte nach dem 26:26 keinem Team mehr ein Treffer gelingen, auch den Gästen nicht, die zwölf Minuten vor Schluss mit ihrem Wurf von Halblinks im Block hängen blieben. Andrei Mitrofan schickte Thilo Brugger in den Gegenstoß.

Schon mehrmals in dieser Saison war der 17-Jährige im Duell mit dem Torhüter gescheitert. Doch diesmal blieb Brugger cool, bei Spielminute 59:55 schlug der Ball im gegnerischen Kasten ein - und sicherte wichtige, aber auch glückliche Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

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